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Mutterglück
War
es nun, 1983, wieder genauso schwer, sich in einem neuen Land einzuleben?
"Am Anfang war es hier in Deutschland schwierig. Ich bin ein Typ, der
seine Gefühle ganz offen zeigt, was m.E. ein grundsätzlicher Unterschied
zwischen Deutschen und Amerikanern ist. Das bereitete mir einige Probleme,
denn ich wurde sehr oft missverstanden. Der erste Eindruck, den ich von
den Deutschen hatte, war nicht sehr gut: Ich fand sie kühl und distanziert.
Andererseits muss ich dazu sagen: Nach vier Jahren Wien kam mir Deutschland
gleichzeitig wie ein Paradies vor! Die unverhohlene Ablehnung, wie wir
sie in Österreich zu spüren bekamen, gibt es in der Bundesrepublik nicht.
Wir fühlten uns hier wie zu Hause." Und, kein Heimweh mehr? Cae zögert
lange Zeit mit einer Antwort. "Hm, eigentlich nicht mehr. Dann schon eher
'Familienweh'. Wir hatten zu Hause eine sehr enge Familienbeziehung; besonders
mit meiner Schwester." Kurz nachdem die Gauntt's in die Nähe von Krefeld
gezogen waren, wurden sie Eltern: Alexander kam auf die Welt. Doch wie
ist das, wenn eine Karrierefrau plötzlich Mutter wird? "Als unser Alex
da war, war ich fixiert auf dieses Kind. Ich habe ihm vorgelesen, vorgesungen,
mit ihm getanzt, wir sind unendlich lange spazierengegangen. Denn in Krefeld
wohnten wir in einer kleinen Kellerwohnung mit nur zwei Zimmern und zwei
Fenstern. Es war kalt und feucht alle zwölf Monate im Jahr, obwohl die
Heizung voll aufgedreht war. Die Wohnung stand öfters unter Wasser, immer
wenn es stark geregnet hatte und der Gully voll war. Es war dunkel und
traurig und eigentlich eine grauenhafte Umgebung für ein Baby. Aber ich
habe es damals nicht einmal gemerkt, so war ich mit diesem Kind beschäftigt."
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