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CAE GAUNTT - Ein Porträt

CAE  GAUNTT  -  Ein Porträt
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Na ja, warum nicht?


Cae Gauntt  [Foto: Stefan Latusek]Am Beginn ihrer Musik-Karriere in Deutschland gaben Cae und Eddie noch gemeinsam Konzerte. Cae erzählt von den Anfängen: "Wir lebten ein Jahr im "Christcamp", das ist ein Lebenszentrum für junge Leute. Dort lernten wir ein Ehepaar kennen, mit dem wir uns wirklich ganz toll verstanden. Er war Polizist und spielte hobbymäßig Gitarre, und zusammen haben wir Lieder gesungen. Er hatte die Idee, zusammen mit uns auf dem ersten christlichen Polizeikongress aufzutreten. Er würde Gitarre spielen und Eddie und ich sollten singen. Wir dachten: 'Na ja, warum nicht?' Das Konzert fand im "Neues-Leben-Zentrum" statt, und dort waren nicht nur Polizisten, dort war auch Klaus Heizmann. Er suchte Solisten für seinen Chor und war gekommen, um uns zu hören. Gleich nach dem Konzert nahm er uns zur Seite und fragte: 'Wie wär's, wenn ihr mit meinem Chor als Solisten auftreten würdet?' 'Na ja, also gut, warum nicht?', dachten wir."

Eddie und Cae
Von 1984 bis 87 gingen die beiden dann mit dem "Chor des Musischen Bildungszentrums", kurz: "MBZ-Chor", auf Tournee. "Dann begannen Leute bei uns anzufragen, ob wir vielleicht auch ohne Chor auftreten könnten. Wir haben ja gesagt. Eddie und ich stellten ein Programm zusammen: Er brachte mehr klassische Stücke und ich mehr Popmusik. So gaben wir etwa zwei Jahre lang Konzerte. Dann kam, was kommen musste: Am Tag eines Konzertes erkrankte einer von Eddie's Kollegen, so dass er im Theater einspringen musste. Ich meinte: 'Dann sagen wir das Konzert ab.' Doch Eddie sagte: 'Nein, du gehst und machst das alleine.' Darauf sagte ich: 'Eddie, das ist unmöglich. Ich kann nicht ein ganzes Konzert alleine machen.' Aber er erwiderte: 'Doch, das kannst du. Probier es!' So war es unser Leben lang: Eddie sagte immer: 'Doch, das kannst du.' Also habe ich mit Florian Sitzmann, der mich immer noch auf dem Klavier begleitet, Lieder rausgesucht, Spirituals und Gospels. Nach dem Konzert wurde ich gefragt, ob wir das noch einmal machen würden. Und während Eddie immer mehr am Theater engagiert war, so dass es schwieriger für ihn wurde, frei zu bekommen, wurde ich mehr und mehr zu Solokonzerten eingeladen." Ein anderer Grund dafür, dass sie nicht mehr gemeinsam Konzerte gaben, waren Streitereien bei der Programmplanung der Konzerte. Cae gibt zu: "Das war für uns beide nicht sehr befriedigend. Da durfte Eddie seine richtig klassischen und ich meine richtig fetzigen Sachen nicht machen. Wir mussten uns irgendwo in der Mitte treffen, aber das war für uns beide nicht das Gelbe vom Ei. Auch wenn es schön war, für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten, war es musikalisch nicht sehr befriedigend." Und Eddie fügt ehrlich hinzu: "Wir haben sehr viel bei Proben gestritten. Du wusstest, was du wolltest und ich wusste, was ich wollte - Und das war einfach nicht das Gleiche."


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