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CAE GAUNTT - Ein Porträt

CAE  GAUNTT  -  Ein Porträt
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Das Comeback


Cae Gauntt  [offizielles Pressefoto]Anfang 1993 gab Cae nach zweieinhalb Jahren Bühnenabstinenz wieder Konzerte, allerdings viel weniger als vorher. Waren es früher zwischen 100 und 150 Konzerten pro Jahr, so gab sie 93 nur noch 30 Konzerte und 15 sonstige Auftritte. Aber: Ihre Konzerte kamen super an - Keine Spur vom befürchteten Karriere-Knick. Cae dazu: "Ich war besorgt darüber, wieder Konzerte zu geben. Aber die Zuhörer waren über meine wildesten Erwartungen hinaus aufnahmefähig. Ich kann nicht erklären, warum. Es wird für mich immer ein Rätsel sein, warum die Menschen mir soviel Herzlichkeit entgegenbringen. Ich glaube nicht, dass ich jemals verstehen werde, warum. Ich bin einfach sehr dankbar dafür." Neu war auch die Nachdenklichkeit, die Cae in ihren Liedern und Zwischenansagen auslöste. Sie scheute sich auch nicht, kritische Töne anzuschlagen, z. B. zu den Themen "Abtreibung", "Wahre Liebe wartet" und "Ausländer". Musikalisch ging es ebenfalls kantiger zu als gewohnt. Im Gepäck waren zwar eine ganze Reihe altbekannter Songs, aber die verblüfften durch pfiffige Neuarrangements, die zum Teil aber auch gewöhnungsbedürftig waren. Auch waren "einige richtig rockige Titel im Programm", erklärt sie die Unterschiede zu früher. "Ausserdem sage ich heute viel eher meine Meinung. Ich habe viel in der Bibel zu bestimmten Themen nachgelesen, richtig daran gearbeitet. In der Babypause habe ich gemerkt, dass ich diese Konzerte nicht brauche für meinen Selbstwert. Deswegen kann ich die Möglichkeit der Bühne nutzen und Gottes Alternative anbieten, auch zu unbequemen Themen. Es kommt mir nicht mehr so darauf an, dass ich allen Leuten gefalle, sondern dass ich Gott treu und gehorsam bin." Auch wirkte sie auf weniger Tonträgern als in den Jahren zuvor mit. Und wenn, dann meist als Solistin: So auf "Selten" (93) und "Mensch sing mit! 2" (94) von Clemens Bittlinger und auf Johannes Nitsch's Oster-Oratorium "Drei Tage" (94) und den gleichnamigen Tourneen. Im Background sang sie lediglich bei Pe Werner auf der von Dieter Falk produzierten CD "Los" (93).


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