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Zwei Band-Konzepte und
eine Live-CD
Nach
ihrer Pause trat Cae mit zwei grundverschiedenen Band-Konzepten auf. Da
gab's die bewährten Konzerte mit ihrer neuen Band, bestehend aus Drummer
Martin Stoeck, Bassist Matthias Gräb, Gitarrist Frieder Jost und Keyboarder
und Bandleader Florian Sitzmann. Aus drei dieser Konzerte, darunter ein
Benefiz-Konzert für das christliche Mutter- und Kindhaus in Lüdenscheid,
wurden Anfang Mai 1994 Stücke für eine Live-CD aufgenommen. Sie erschien
dann im Juli mit 16 Titeln als "Alive!". Cae beschreibt die Vorgeschichte:
"Ich wollte schon seit Januar 93 ein Live-Album machen. Wir haben ein
Programm ausgearbeitet, dass uns sehr viel Spaß macht und so richtig zusammenpasst.
Das Programm ist einfach in mir und unter meiner Haut. Florian und ich
habe lange dran gearbeitet: Geschnitten, Überleitungen überlegt, Tonarten
geändert, damit alles wirklich so aus einem Stück gegossen ist. Ein Live-Album
ist immer etwas anderes als ein Studio-Album. Wenn ich auf der Bühne stehe,
dann singe ich weniger vorsichtig und kontrolliert - mit viel mehr Herz.
Ich singe für die einzelnen Menschen, die da sind, und es entsteht eine
ganz besondere Atmosphäre." Ausserdem gab's das Akusik-Set "Cae 3F", zusammen
mit Florian, Frieder und Fitti Wahler am Kontrabass. Cae beschreibt es
so: "Klein und persönlich und eine Freude, es zu singen! Die Idee hinter
diesem ganzen Konzept war, erstens ein kleineres Konzept zu haben, das
besser zu transportieren ist als diese riesige 7,5t-Geschichte, und zweitens
ein Programm, das ich in unfrommen Kreisen bringen kann. Deshalb ist viel
Unterhaltung dabei. Es geht um Liebe. In der ersten Hälfte um menschliche
Liebe, Höhen und Tiefen davon. Es sind viele Evergreens dabei und Lieder,
die ich vor Jahren gesungen habe. Es ist ein sehr intensives Programm,
besonders in der zweiten Hälfte: Ein knallharter Vergleich von menschlicher
mit Gottes Liebe. Sehr viele sehr tiefe Texte. Ich fordere die Zuhörer
sehr heraus. Viel läuft auch über Kommunikation mit dem Publikum. Es ist
nicht nur so, dass ich von mir erzähle. Ich gehe so richtig ins Publikum
und mache einfach Quatsch mit den Leuten. Und dann haben sie die Möglichkeit,
Fragen auf kleine Karten zu schreiben. In der zweiten Hälfte gibt es einen
Teil, wo ich auf diese Fragen eingehe." Cae bekam "extrem positive Resonanzen.
Ich war total überrascht, wie die Leute reagieren. Es kommen Leute, die
nicht gläubig sind, und fühlen sich wohl. Und die Frommen kommen und machen
große Augen, weil die einfach überrascht sind, denn so viele Texte haben
gar nichts mit Glauben zu tun. Das sind einfach Texte, die mir was bedeuten."
In einer ganz anderen Musiksparte konnte man sie dann live und auch zu
Hause hören und sehen: genannt "Classic meets Pop". So gab sie 1995 Konzerte
zusammen mit Band, Chor und Orchester. Ausserdem wurde sie als Hauptsolistin
für das aussergewöhnliche und überaus erfolgreiche Projekt "Der Messias
- Händel meets Pop" (95) engagiert und ging mit dieser Pop-Klassik-Adaption
auch mehrmals auf Deutschland-Tournee. Auch im Fernsehen lief ein Konzertmitschnitt,
den es auf Video zu kaufen gibt.
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