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Amerika-Feeling
In
den Jahren 96 bis 98 hörte man nicht besonders viel von Cae. Im Februar
1997 erschien eine Art Best-of-CD: "Day on a Hill". Allerdings ist sie
keine normale Best-of, denn diese Scheibe hatte eigentlich gar nicht den
Sinn, den Deutschen Cae's schönste Lieder zu präsentieren, sondern sie
war für das amerikanische Publikum gedacht! Die Geschichte, die dahinter
steckt, ist eine etwas Längere... Die Mama von Cae ist der "Auslöser"
gewesen. Sie ist die örtliche Vorsitzende des Verein's "North American
Baptist Womens Union", der in den USA und Kanada Millionen von Mitgliederinnen
hat. Und weil dieser Verein seine Arbeit 97 unter das Motto "Reaching
in, Reaching up, Reaching out" gestellt hatte, kam Cae's mitdenkenden
Mutter die Idee, dass das Lied "I'm reaching out to you" hundertprozentig
dazu passt und schickte eine CD ihrer Tochter an die Präsidentin. Die
Überraschung war trotz allem groß, als der Song von Cae dann tatsächlich
als Tagungslied angenommen wurde und dann in allen Liederheften enthalten
war, bei allen Präsentationen und bei allen Treffen des Vereins gesungen
und gespielt wurde. Und was lag in so einem Falle näher, als alle herausragenden
Titel von Cae auf einer "Quasi-Best-of" zusammenzufassen, damit die Amis
Cae mal so richtig kennenlernen konnten? D'rauf sind 15 Songs, von denen
alle bis auf zwei von Cae selbst geschrieben wurden. Dabei auch englische
Versionen bekannter Songs und neu aufgenommene Cae-Hits. Kurz nach der
Veröffentlichung erhielt Cae sogar eine Nominierung für den amerikanischen
"Dove Award", den wichtigsten Preis der christlichen Musikszene.
Ende
1998 verstärkte Cae auch wieder ihre Konzertarbeit. Neben den bewährten
Programmen "Cae & Band" und "Cae 3F" bietet sie jetzt noch zwei weitere
an. Zum einen Musik und Talk mit "Cae und Florian Sitzmann". Ausserdem
tritt sie wieder mit Ehemann Eddie auf - diesmal aber ohne Streitereien,
denn sie arbeiteten auf's gleiche Ziel hinaus: Sie geben meist im Dezember
Konzerte, auf denen sie mit Liedern, Gedanken und Impulsen auf die Advent-
und Weihnachtszeit einstimmen wollen. Und Achtung: Dieses Jahr kommt eine
Weihnachts-CD der beiden raus!
1999 war Premiere für die neue Cae-Band, genannt "Cae & Combo". Am Bass
nun Michael Heise, der schon u.a. bei einigen Broadway-Musicals und bei
den "Weather Girls" spielte. An den Drums sitzt Tommy Baldu, neuer Gitarrist
ist Michael Koschorreck, der auch bei Xavier Naidoo's "Söhne Mannheims"
trommelt. Natürlich immer noch dabei ist Keyboarder Florian Sitzmann,
der mittlerweile auch bei Edo Zanki, "Söhne Mannheims", "Haddaway" und
vielen anderen spielt. Das neue Konzept bewährte sich 99 wunderbar, da
es vielen Möglichkeiten, wie Konzert-, Gäste-, Themen- und Gemeindeabende
mit Talkrunden, Spielraum gab. Cae erzählt, was sie mit ihren Konzerten
erreichen will, was sie dabei bewegt: "Von der musikalischen Qualität
her versuche ich natürlich immer, das Beste zu geben. Doch hinzu kommt,
dass meine Konzerte eine sehr, sehr persönliche Angelegenheit sind. Ich
gehöre nicht zu denen, die fragen: 'Was wollen die Leute hören, was ist
im Moment stilistisch in Mode?' Für mich sind die Menschen wichtig und
was Gott ihnen sagen will, gerade jetzt durch mich. Ich suche den Kontakt
und nehme mir Zeit für das Publikum, denn ich möchte Vertrauen gewinnen.
Es gibt natürlich eine Hemmschwelle zwischen dem Publikum und dem Künstler,
der auf der Bühne steht, und die versuche ich soweit wie möglich abzubauen.
Wenn ich dann sehr, sehr offen, ehrlich und transparent rede, können sich
die Leute mit mir identifizieren, und ich kann Themen ansprechen, die
für viele schwierig sind. Und meiner Erfahrung nach interessiert die Leute,
was mich bewegt, was ich gerade gelernt habe. Dann kann es tatsächlich
passieren, dass ich stark spüre, dass ich etwas anderes ansprechen muss
und das Vorbereitete einfach umschmeiße - nicht das musikalische Konzept,
sondern ich sehe jemanden und spüre: 'Der braucht etwas bestimmtes.' Ich
glaube, es ist der Heilige Geist, der mir sagt, was jetzt dran ist."
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