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 Projekt
/ Cadet
"any given day - earth to heaven"

( 2001 BEC Recordings / bv-music
)
Nachdem 1999 die The Orange County Supertones ein Lobpreis-Projekt
machen durften unter dem Namen "any given day" [dt. "jeder geschenkte
Tag"], wurden nun die drei Pop-Punker von Cadet rangelassen. Somit scheint
sich 'Any Given Day' fast schon als Interpretenname bzw. Serie zu etablieren.
Mal sehen, was noch so kommt... Ok, fast zeitgleich mit dem Worship-Projekt,
erschien Cadets selbstbetiteltes Debütalbum. Während auf "cadet" richtig
schöner Punkrock erklingt, hört man auf "earth to heaven" recht "weichen",
radiokombatiblen Pop-Rock. Nur an einigen Passagen knallen die Gitarren
richtig - entsprechende Lautstärke vorausgesetzt.

Das Liedmaterial erstreckt sich auf mehr oder weniger bekannte englischsprachige
Lobpreis-Titel, zum Beispiel von Brian Doerksen. Hinzu kommen drei eigene,
neue Songs der Kalifornier. Highlights sind aus meiner Sicht das rockige
"I will worship" (# 3), das Medley "Father, I adore you / more precious
than silver" (# 4) sowie "He reigns (holy holy holy)" (# 6). Das Cover
von delirious?, der "happy song" (# 7), gefällt mir sogar viel besser
als im Original.
Gastsängerin Angela Hoole wertet das Album durch ihre Einlagen gut auf.
Bei "trading my sorrows" (# 12) gibt es gleich einen ganzen Backgroundchor
zu hören. Arrangiert wurde sowohl mit akustischen, als auch "elektrischen"
Instrumenten. Man hört also auch wieder mal einen klassischen Synthie
wie aus den 80ern ;-)

Eine klasse Zugabe sind die die Gitarrenakkorde, die zu jedem Liedtext
im Booklet mit angebeben sind. So kann man gleich selber loslegen, was
wahrscheinlich auch mit den größten Reiz dieses Special-Projekts ausmachen
dürfte. Die Texte selbst sind "Lobpreis-Standard", d.h. man sollte keinen
all zu großen Tiefgang erwarten. Auch der Lob-Aspekt gerät oft in den
Hintergrund, dafür hört man öfter den "Ich-sehne-mich"- oder "Komm-und-fülle-mich"-Aspekt
heraus. Deshalb sollte man vielleicht die Lieder eher als intime Gebete
bzw. Bitten bezeichnen.

Fazit: Nach drei- bis viermal anhören mochte ich die Platte sehr. Allerdings
hätte ich von diesen drei Jungs auch mal etwas punkigere Töne erwartet.
Der Platte fehlt eben ein wenig der Drive, ansonsten ist die handwerkliche
Qualität aber überdurchschnittlich!
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