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a-ha - ''east of the sun, west of the moon''a-ha
"east of the sun, west of the moon"


   ( 1990 Warner Bros. Records / 'Plattenläden' )

Nach dem etwas poppigerem und "kommerziellerem" 1988er Album "stay on these roads" folgte zwei Jahre später das vierte Album des norwegischen Trios. Es gilt unter den Fans nicht umsonst als eines der besten Alben der Formation. Besonders wird es wegen seiner rockigen Titel (z.B. "cold river"; # 8) geliebt, wo die Gitarren schon mal richtig loslegen dürfen...

"East of the sun, west of the moon" steht als Album symbolisch für den Sound der Endachtziger: Perfekt produziert, abgeklärt, den Mainstream quasi konservierend. Die Entwicklungen seit Anfang/Mitte der 80er wurden immer mehr verfeinert und auf die Spitze getrieben. a-ha hat zwar wieder den typisch synthetischen Klang zu bieten, versucht jedoch auch kleine Experimente, zum Beispiel in "the way we talk" (# 9) oder den Balladen am Schluß. Alle Markenzeichen der Band sind gut ausgeprägt vorhanden, wie etwa die leicht melancholische Stimmung, die raffinierte Produktion und natürlich Morten Harkets Falsettstimme.

Herausragende Hits (und Chart-Singles!) sind der Einsteiger "crying in the rain" und "I call your name" (# 3) geworden. Beide laufen bis heute auf den Popradios der Welt und stehen für perfekte Poprock-Songs. "Crying in the rain" ist das bisher einzige Cover von a-ha. Im Original wurde das Stück bereits durch die Everly Brothers berühmt, geschrieben wurde es von Howard Greenfield und der unvergeßlichen Carole King. Die Titelgebende Ballade "east of the sun" ist ein echter Gänsehaut-Schmachtfetzen Marke a-ha, während die damalige dritte Singleauskopplung "early morning" (# 2) wohl eher eine Verzweiflungstat, denn strategische Berechnung war. Ein nicht ganz passender Song ist dagegen das zu kurz geratene "the way we talk", wo Keyboarder Magne Furuholmen den Gesang übernahm.

Inhaltlich werden alle Lieder von Beziehungskisten dominiert. Die Verse haben lyrische Qualitäten, wie sie in diesem Genre nicht gerade selbstverständlich sind. Sie kommen jedoch nicht groß über jugendliche Verliebtseinsstories hinaus. Einzig der Titelsong vermittelt aus meiner Sicht etwas mehr Tiefgang und läßt andere Interpretationsmöglichkeiten zu. Wie bei nahezu allen a-ha-Platten wurden auch hier fast alle Lieder von Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen geschrieben.

Fazit: Diese Platte gefällt mir persönlich am besten aus dem ersten Karrieabschnitt der Norweger. Zeitlos-genialer Pop-Rock mit eingängigen Melodien.


—David Decker für CCM-Rezis, Mai 2002

Daten:
11 Titel / 46 Min.
Musikstil: Pop-Rock
Label(s): 1990 Warner Bros. Records, USA / 'Plattenläden'; online
Website: http://www.a-ha-mems.de

weitere CDs - siehe a-ha-Künstlerseite >>
 


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