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 a-ha
"velvet" (Single)

( 2000 WEA Records Deutschland
/ online )
"Velvet" war die dritte Radioauskopplung aus
dem erfolgreichen 2000er Comebackalbum "minor
earth, major sky". Von den vier Radiosingles insgesamt, war es
aber die einzige Ballade.
Eine weitere Herz-Schmerz-Liebesgeschichte ist das Thema des Liedes (deutsche
Titelübersetzung: "Samt"). Wobei aber aufgrund des außergewöhnlichen
und experimentellen Videoclips auch Interpretionen auf eine kritische
Betrachtung von Kindesmißbrauch hin möglich sind. Dazu konnte
ich jedoch bis jetzt nichts Konkreteres herausfinden.

Auf die Dauer wird das Lied an und für sich, wie auch die meisten
seiner Mixe jedoch etwas langweilig, aufgrund der zu vielen Wiederholungen.
Gastsängerin Simone Larsen liefert die eindrücklichen Background-Vocals
beim Refrain, der das Kernstück des Titels bildet. Eigentlich ist
"velvet" ein Cover, denn a-ha-Gitarrist Pål Waaktaar-Savoy
hat es im Original zusammen mit seiner Frau Lauren geschrieben und zuerst
mit seiner zweiten Band Savoy performt und aufgenommen.
Der Radio-Edit (# 1), die Albumversion (# 7) sowie der "alabaster
mix" (# 5) und der "Stockholm mix" (# 6) unterscheiden
sich meiner Meinung nach fast nicht, bzw. zu wenig, voneinander. Damit
sind im Endeffekt auch zu viele Stücke auf der Maxi. Hier hätte
man auf jeden Fall durch eine live-Version, einen ordentlichen Club-Mix
und/oder eine ganz neue B-Side für erhebliche Verbesserung sorgen
müssen! Von den drei verbliebenen Tracks gefällt mir der "New
Your City mix" (# 4) in seinem Modern-Rock-Stil am besten. Das Arrangement
macht den Song etwas abwechslungsreicher und für a-ha etwas ungewohnter.
Sehr interessant ist jedoch auch der "de-phazz mix" (# 2), welcher
leicht angejazzt und beschwingt daher kommt und somit den (ansonsten)
ohnehin nicht schmalspurigen a-ha-Klängen eine ganz neue Dimension
hinzufügt. Etwas zu langsam und düster macht der "millenia
nova mix" (# 3) auf mich keinen überzeugenden Eindruck. Zum
Thema des Liedes scheint es aber irgendwie zu passen...

Zusätzlich zu den sieben Liedern (wie bei der Vorgänger-Single...)
befindet sich auch noch der 'Director´s Cut' des Videoclips zu "velvet"
im Quicktime-Format auf der CD. Das Cover der Single wurde übrigens
vom Keyboarder der Band, Magne Furuholmen, entworfen!

Fazit: Für a-ha-Verhältnisse eine durchaus "gewagte"
Singleauskopplung, für mich jedoch keine wirklich gelungene Wahl.
Das Lied ist mir zu einfach gestrickt und zu wiederholend, hat(te) aber
ungeachtet dessen noch genügend kommerzielles Potential, um es im
Radio rauf und runterdudeln zu lassen...
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