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Baff - ''nichts als die Wahrheit'' Baff
"nichts als die Wahrheit"


   ( 2002 Pila Music / ZYX / Asaph Musik; WiB; online )

Im Gegensatz zum Vorgängeralbum "Klangkörperkultur" präsentieren sich die 5 Jungs von Baff auf "Nichts als die Wahrheit" viel rockiger. Das mag vielleicht auch an dem neuen Gitarristen liegen: Marc Awounou ist jetzt der Mann an den Saiten.
Der Opener und gleichzeitig CD-Titel "Nichts als die Wahrheit" haut schon mal richtig rein und macht Lust auf der Rest. Vielversprechend geht es dann auch weiter mit "Fremd". Der Text handelt von der Sehnsucht nach dem Himmel und dass wir auf der Erde eigentlich nur Fremde sind. Auch Song #4 ("Wieder besser") zeigt, was Tobias Fritsche für ein genialer Songwriter ist ("Weg ist das Gewitter, meine Hände zittern noch, erschüttert schau ich hinterher, es bleibt ein blaues Loch...Der Sturm war schneller da, als man ihn kommen sah. Benommen steh ich da..."). Überhaupt sind die Texte alle sehr ehrlich, so auch "So wie ich mich seh" (#10). Der Schreiber nimmt einen mit in seine Gedankenwelt und fragt sich selbst: "Wer bin ich?"
Musikalisch weitere Highlights sind "Immer nur bei dir", was ein echter Ohrwurm ist und irgendwie stark an die Sportfreunde Stiller erinnert. Außerdem noch der schöne, gemütliche Popsong "Wie alles begann".
Die einzige wirkliche Ballade hat man sich bis kurz vor Schluss aufgehoben. "Erzähl", ein Duett mit Bianca Poppke von Ararat, ist ein wunderschönes, ruhiges Anbetungslied an Jesus.
Wie schon gesagt bewegen sich Baff mit dieser CD musikalisch im Bereich Pop-Rock mit Rapeinlagen von Tobias Fritsche.
Fazit: Eine geniale CD mit super deutschen Texten von einer super deutschen Band :-).


—Anja Schneidenbach für CCM-Rezis, Dezember 2002


Wer BAFF bisher nur als HipHopper kannte, muss sich spätestens jetzt eines Besseren belehren lassen. "Nichts als die Wahrheit" beinhaltet zwar typische HipHop Nummern wie "Zweite Wahl" oder "Wie alles begann", aber schon die Ballade "Erzähl" oder der Titelsong "Nichts als die Wahrheit" mit seinen fetten Gitarrenriffs machen deutlich, dass das neue Album von BAFF eine Symbiose aus HipHop, Rock und Pop ist. Hervorstechend und eingängig ist das Abgehlied "Immer nur bei dir". Dagegen wirken andere Nummern eher einfallslos schematisch und blass. Die graphische Gestaltung der CD ist professionell und auf jeden Fall ein Lob wert (wie auch die Homepage von BAFF www.baff.de). Die deutschsprachigen Texte bewegen sich um die Themen Wahrheit und Identität, passen daher gut in unsere Zeit und können zum Nachdenken anregen. Schade ist, dass wie im Vorgängeralbum "Klangkörperkultur" von Gott nur in Pronomen (du, dir, dein...) die Rede ist, außer im Bonhoeffer-Zitat "So wie ich mich seh II".
Bewertung: 3 von 6 Punkten ("geht so")

—Markus Vassen für dennoch 6-2002 (Dezember)

Daten:
13 Titel / 51 Min.
Musikstil: Pop, Rock, Rap
Label(s): 2002 Pila Music, Dettenhausen / ZYX Music, Merenberg / Asaph
               Musik, Lüdenscheid; Wort im Bild/Pila Music, Altenstadt-
               Waldsiedlung; online
Website: http://www.baff.de

weitere CDs - siehe Baff-Künstlerseite >>
 


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