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 Big
Daddy Weave
"fields of grace"

( 2003 Fervent Records / Free
Records Music )
Schon mal ein Weizenfeld gefrühstückt? 'Kellogs'
soll das ja möglich machen... Der Musikverein, der hier auftritt,
bringt einen Sound, der irgendwie so urig ist wie ein Weizenfeld - amerikanischer
mittlerer Westen läßt grüßen... - das suggeriert
nicht nur das Coverbild :-). Irgendwie mußte ich bei dieser CD jedenfalls
an die amerikanische Volksmusik rund um Country, Folk und Bluegrass denken...

Keine Angst, es erklingt hier massentaugliche, oft radiogeeigneter Modern-Rock,
aber rootsige Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen. Big
Daddy Weave ist eine christliche Band, die mit traditionell-bewährtem
wuchert: kraftvoller Pop-Rock in fetziger dennoch anspruchsvoller Ausführung,
christliche Texte, die dieses Attribut wirklich verdienen sowie ein der
eigentlichen Musikarbeit angeschlossener evangelistischer Musik-Dienst.
Produziert wurde "fields of grace" von Frontmann Mike Weaver
und Gitarrist Jeremy Redmon. B.D.W. macht also alles selbst und das ist
sehr gut so! Markenzeichen der Truppe ist das Saxophon (Achtung: kein
Ska!!!) - bereits seit den Indie-Tagen der Band! -, welches man gekonnt
mit integrierte und so auch mal was Neues wagte! Hinzu kommen die im Vordergrund
stehenden Gitarren - sei es akustisch oder elektrisch. Diese zweite CD
bei Fervent Records ist etwas flotter als der Vorgänger "one
and only" und gefällt mir eine Idee besser.

Big Daddy Weave wollen mit ihrer Musik ihren himmlischen Vater ihrer Generation
neu ins Herz singen und spielen. Die Lieder zeugen von ihrer Lebensveränderung
durch den Erlöser ("completely free", # 10). Sie singen
von dem, was Gottes Geist in uns wirkt ("you in me", # 11) und
daß Seine Gnade jeden Morgen ist ("new every morning",
# 3)! Der Titelsong (# 4) ist ein Cover des 2002er Darrell Evans-Worshipsongs,
wo auch die Gnade Gottes gepriesen wird. Fortgesetzt wird diese Anbetung
in "heart cries holy" (# 5), wo die Heiligkeit und Treue Gottes
im Zentrum steht. Es gibt aber auch kritische Anklänge an einen vom
Stolz überlagerten pharisäischen Lebensstil in "pharisee"
(# 8). Die fünf jungen Männer spielen nicht nur zum selbstzweck
oder für Chartpositionen und hohe Verkaufszahlen, ihr eigentlicher
Dienst ist in der musikmissionarischen Jugendarbeit. Mit dieser Einstellung
sind sie Vorbild und Beispiel zugleich.

Einerseits bodenständige, uramerikanische, Rockmusik, andererseits
innovativ (Bläserfraktion!) und alternativ, weil hier noch relevante
geistliche Inhalte drinstecken. -Also, wenn wieder mal Weizenfelder gefrühstückt
oder durch den mittleren Westen (auch Osten...) gefahren wird, diese tolle
CD auflegen. Und dann vielleicht dazu gefragt werden: Hörst du noch
oder lebst du es auch schon? ;-)
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