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 Andraé
Crouch
"the gift of christmas"

( 1999 Quest, WEA International
/ Alliance Music )
Einer der Väter des modernen Gospels legte nun auch mal
ein modernes Weihnachtsalbum vor. Es ist damit eines seiner drei "neuen"
Studioalben der 90er Jahre.
Von zwölf Tracks auf der CD sind gerade mal drei Neukompostionen von Andraé
und Freunden zu hören, der Rest sind allesamt altbekannte (englische)
Weihnachtslieder. Alle drei neuen Stücke fügen sich nahtlos in das bewährte
Repertoire ein, man denkt, es wären bereits 'alte Klassiker'. Bei den
Traditionals sind alle Standards dabei, natürlich darf auf keinen Fall
ein "silent night" fehlen (# 7). Anders und aufgelockert wird das Album
zum ersten durch zwei umfangreiche Medleys, zum zweiten aber auch durch
zwei instrumentale Interludes (hier "Chants") sowie allerlei gut gemachte
Song-Intros- und Arrangements. Herausstechend sind Andraés sieben Duette
mit: Yolanda Adams, Patti Augustin, Táta Vega, Chaka Khan, Kristle Murden,
seiner Schwester Sandra Crouch sowie Linda McCrary.
Insgesamt ist die CD gut hörbar. Es finden sich moderne Urban-Elemente
und auch traditionellere Passagen. Der Gesang ist über weite Strecken
hin angenehm, nur selten nervt es ein bißchen. Andraés jahrelange Erfahrung
hilft ihm, die Interpretationen treffend rüberzubringen. Die Instrumentierung
ist breit gefächert, besonders haben mir die Passagen mit groovigem Percussion
zugesagt.
Nachteilig auf das Verständnis der Songinhalte wirkt sich das komplette
Fehlen der Texte im Booklet aus. Wohl der größte Nachteil der Scheibe!
Die ausführlichen Copyright- und Musikernachweise helfen in diesem Falle
nicht weiter. - Notfalls also im
Internet alles Nötige zusammensuchen... So ist es mir dann auch nicht
möglich, näher auf die neuen Titel und deren Texte einzugehen.
Fazit: Wer den Altmeister auf seine 'alten Tage' noch mal in (weihnachtlicher)
Höchstform erleben will, bekommt hier eine gute Gelegenheit dazu geboten.
Ein besonderer Tip wird die CD dadurch, daß sie viele erstklassige Duette
bieten kann. Mein Anspieltip ist "Mary's boy child" (# 4, featuring Tata
Vega).
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