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 The
Chieftains
"down the old plank road - the Nashville sessions"

( 2002 RCA Victor / BMG / 'Plattenläden';
online )
The Chieftains ist eine säkulare Band aus Irland,
welche die irische Musik hinaus in die Welt trug, mehr wie jede andere
Formation. Die vorliegende Platte ist bereits das 39. Album der Gruppe!

Wie der Untertitel "the Nashville Sessions" bereits andeutet
ist "down the old plank road" ein spezielles Projekt, eben mit
der Unterstützung von bekannten Musikern und Sängern/Sängerinnen
aus der Musik-Hauptstadt. Dabei sind auch solch Prominente, die der frommen
Nashviller Szene zugerechnet werden, wie Buddy & Julie Miller, Vince
Gill, Martina McBride und Alison Krauss. Das sind die, die ich dem Namen
nach kenne und musikalisch einordnen kann und deshalb stellvertretend
für die anderen Beteiligten hier kurz vorstelle:
Buddy & Julie liefern einen der stärksten Tracks dieses Albums
ab, mit dem unverwechselbaren Gesang von Julie. Ein begeisterndes Stück
Nashviller Roots-Musik. Vince, steht stellvertretend für die große
Riege der Nashviller Country-Stars, seine Stimme ist wirklich der Hammer
- und nicht nur was für die Schwiegermütter... ;-) Martina gibt
sonst die Country-Popperin und darf hier eine leicht triefende Ballade
abliefern. Aber trotzdem gut. Alison darf natürlich auf einem Bluegrass-Projekt
nicht fehlen, zumal das Genre derzeit schwer in Mode ist. Auf jeden Fall
ist ihr Gesang bei "Molly Bàn (Bawn)" sehr bewegend und
faszinierend.

Der Sound der Scheibe ist allererste Sahne, die Klang- und Produktionsqualität
ist hervorragend. Es ist für jeden, der auf Roots-Musik steht, etwas
dabei: Sowohl die Country, als auch die Celtic-Fans werden auf ihre Kosten
kommen, denn es gibt hier eine bemerkenswerte Synthese aus beiden Stilen.
Wer die christlichen Schottenrocker The
Electrics kennt, kann ungefähr erahnen, wieviel Spaß dieses
Album hier macht. Daß die Chieftains schnelle Fiddle-Nummern (die
es hier auch gibt!) bringen, war bekannt, daß sie auch mit Nashviller
Gitarrengrößen und Sängern aus der Indie-Szene harmonieren,
beweisen sie hier. "Down the old plank road" geht weit zurück,
indem es die Wurzeln der Country-Musik in den Vereinigten Staaten - die
Volksmusik dort! - aufgreift und zu einer schönen Sammlung dieser
Erinnerungen für die heutige Generation wird. Krönung des Silberlings
ist der letzte Track "give the fiddler a dram", wo innerhalb
von zehn Minuten alle Musiker noch mal vorkommen und so ein furioses Finale
bestreiten.

Größter Nachteil der CD ist, daß es keine ausführlichen
Song-Infos oder gar Liedtexte im Beiheft gibt. So muß man sich alles
spärlich im Netz zusammensuchen...

Fazit: Einfach starke Songs, starke Stimmen und starke Musiker! Geniale
neue Musik für alle Roots-Fans - egal ob im Celtic- oder Country-Bereich.
Die vorliegende CD ist auf jeden Fall eine Entdeckungsreise wert!
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