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Es hat schon etwas Komisches, wenn nahezu alle Acts der
christlichen Musikszene Lobpreisplatten auf den Markt werfen, aber ausgerechnet
delirious? eine säkulare Scheibe ;-) Die Erklärung ist, daß die fünf Rocker
aus Südengland (Southhampton, an der Atlantikküste) seit Jahren ganz verbissen
um den Durchbruch auf der britischen Insel kämpfen. Nach der CD "glo"
für den christlichen Markt, vom letzten Jahr, sollte jetzt der säkulare
Markt entgültig aufgerollt werden. Inzwischen hat die Band eingestanden,
daß alle derartigen Aktionen leider fehlgeschlagen sind, und die Ergebnisse
noch weit schlechter aussehen, als bei früheren Singles/Alben. Nachdem
der Frust abgegessen hat, wird man sich wohl zusammensetzen und an neuen
Strategien/Konzepten arbeiten. [siehe dazu auch unseren
ergänzenden Kommentar im Anhang] |
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Musikstil: Modern-Rock, Brit-Pop Label(s): 2001 Furious? Records, GB / Fierce! Distribution, GB / www.delirious.co.uk / online [UK] - online [Deutschland] Website: http://www.delirious.co.uk / Fan-Site |
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| ergänzender
Kommentar zur Band: Paradoxerweise war die Band umso erfolgreicher, desto christlicher und "unbekannter" sie war. Die Zahlen belegen dies eindeutig. Einerseits kann einem die Band wirklich leid tun, andererseits muß man auch mal nach den Ursachen fragen. Die sehen so aus, daß die Band und ihr Management/Label so wie es aussieht, die christliche Fan-Basis grob vernachlässigte in den letzten Jahren. Dies dürfte besonders für die "Nachfolger" der ersten Stunde auf der britischen Insel gelten. Desweiteren sollte man auch gewisse Äußerungen der Band bedenken - ihr Hauptziel sei es, "Leute zu erreichen", was immer damit gemeint ist. Sie sagten aber nicht mit was sie die Leute "erreichen" woll(t)en, bzw. wofür. Christen verstanden solche Statements immer als Beweise für den Missionseifer der Band, doch den gibt es offensichtlich gar nicht in dieser Form. Man braucht sich nur die "Frucht" anschauen, die diese Band hervorgebracht hat: Haufenweise verkaufte Tonträger weltweit, sie sind "Marketing-Spezies", einige Tourneen rund um den Globus - damit die CD-Käufer sie auch mal live sehen. Das war's eigentlich schon. Gut, einige ihrer allerersten Lieder (aus ihrer "christlichen Epoche") haben sich - besonders in der charismatisch angehauchten - Jugend-/Lobpreisszene weitläufig durchgesetzt. Ich denke, man kann nicht einerseits belanglose Liebesliedchen schreiben und nach allen möglichen Erfolgen in der Welt der Musik streben und andererseits halbherzig versuchen, auch noch die christliche Szene an sich zu halten. Das so was nicht lange gut geht, hat nicht nur eine Amy Grant schon erfahren dürfen. Nicht vergessen sollte man einen weiteren sehr wichtigen Faktor, der bisher den seit Jahren angestrebten Durchbruch (zu was sollte der Nütze sein?) verhinderte: das britische Radio, insbesondere DIE britische Popwelle "Radio One" von der BBC. Die haben delirious? nämlich auf eine schwarze Liste gesetzt (offensichtlich, weil sie christliche Elemente verarbeiten), d.h. sie spielen sie gar nicht, oder ganz selten. Plattentips und dergleichen braucht die Band dort auch nicht mehr zu erwarten. Und der springende Punkt: was Radio One nicht spielt, hat landesweit keine Chance auf Charts & Co. Ja, so läuft der Hase dort! Nicht nur Cliff Richard mußte also schon unter der Starrköpfigkeit und Unbarmherzigkeit einiger Briten leiden (damals mit "the millennium prayer", das auch boykottiert wurde) ... Einige Leser werden mir sicher wegen dieser Zeilen Ketzerei vorwerfen, aber ich vertrete allen ernstes diese Meinung. Im ersten Teil versuchte ich die möglichen geistlichen Aspekte zu beleuchten, im zweiten Teil die möglichen praktischen. Vermutlich sind Gottes Hände viel mehr im Spiel als wir glauben... |
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