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 The
Electrics
"old, new, borrowed & green"

( 2005 Tame Your Tonuge Records/The
Electrics /
Asaph
Musik )
Halli-hallo, die Schottenröcke swingen wieder! Nach
vier Jahren legen die Electrics wieder
mal ein Studioalbum vor - und wieder einmal in Zusammenarbeit mit einer
deutschen Plattenfirma. Schöne Tradition inzwischen ;-) Zwar nur
mit kurzer Spielzeit, dafür geht die Scheibe wunderbar ab, nicht
nur CRN-Insider
werden dies zu schätzen wissen...

Da der CD-Titel einen alten englischen Hochzeitsbrauch bezeichnet, kamen
auch unsere Schottenrocker nicht drumherum, ihn mit Bedeutung zu erfüllen:
Neben alten Traditionals ("a man's a man for a that", "wild
rover") und völlig neuen Stücken (z.B. "Caledonia"
- Achtung: hier nicht das Traditional!) ist auch ein geliehenes dabei,
"satellite", im Original von den Hooters und ein 80er-Jahre-Stück.
Band-Boss Sammy Horner will es
inhaltlich gegen den Materialismus und die Heuchelei vieler Fernsehprediger
gerichtet wissen.

Wie auch immer, was die Inhalte betrifft, so steht dafür auch das
grün als 'Farbe der Hoffnung' (anstelle blau beim Hochzeitsbrauch
für Treue). Leider scheint der christliche Blickwinkel der Truppe
diesmal nur an wenigen Textstellen durch. Meist sind es nämlich nicht
so ganz ernstgemeinte Songs mit dem typisch britischen Humor und einer
großen Brise Ironie. Ohne Rücksicht auf (fromme) Befindlichkeiten,
sagen Sammy Horner & Co., was sie denken.

Ist die Gestaltung der Hülle absolut "Low Budget" gehalten,
trifft das für die Musik keineswegs zu. Abwechslungsreiche Arrangements
lassen keine Langeweile aufkommen und sorgen für viel Bewegung, denn
alles ist tanzbar gehalten. Während die Bandleute selber produziert
haben, wurden sie bei den Aufnahmen von einigen Gastmusikern bei den Sessions
unterstützt - man hört zahlreiche für den Irish-Folk und
Cajun typische Instrumente. Teilweise wird der Sound richtig rockig, entfernt
sich ein wenig aus der Folk-Schiene, kommt mehr im CRN-Liveniveau an.
Wie kaum anders zu erwarten, werden servieren die seit 17 Jahren aktiven
Musiker eingängige Melodien mit tollen Refrains und mitreißenden
Instrumentalpassagen.

Fazit: Die Briten bieten mit "old, new, borrowed & green"
wohl ihr fetzigstes und kurzweiligstes Album bisher - Roots-Musik auf
hohen Niveau, die einfach Spaß macht. Fans von Band und Genre können
bedenkenlos zugreifen!
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