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 Albert
Frey
"24/12 bewegte Weihnachten"

( 1995 Hänssler Music / Hänssler-Verlag
)
Albert Frey ist den meisten Leuten in den letzten Jahren
durch seine Arbeit im Bereich 'Lobpreis &
Anbetung' bekanntgeworden. Die wenigsten werden seine "echten"
Soloalben kennen. Noch dazu sein Weihnachtsprojekt, welches bereits im
Jahre 1995 erschien.

Es ist ein sehr außergewöhnliches Werk für die fromme
Szene in Deutschland. Albert nahm alle, ihm im Laufe seines Lebens liebgewordenen
Weihnachtslieder und verpaßte ihnen ganz behutsam ein neues Soundkleid.
Dabei ging es jedoch nicht um Trendhascherei, sonder darum, das teilweise
schon sehr alte Liedgut einer jungen Generation wieder neu zu vermitteln.
Dazu wurde erst mal zu jedem Stück der Liedtext mit abgedruckt, genauso
wie die Songinfos/Copyrigts. Außerdem hat Albert immer einen Kommentar
verfaßt, um Motive des Liedes oder eigene Erfahrungen anzubringen.
Durch die neuen, sehr ausgefeilten und immer passenden Arrangements konzentriert
man sich wieder neu auf die Texte - wohl beabsichtigt. Mir wurden neu
die tief geistlichen Aussagen der vielen alten Weihnachtslieder bewußt,
die ich bisher oft überlas, bzw. überhörte.

Einige der unbekannteren Lieder, die mit aufgenommen wurden, sind "wachet
auf", "Tauet Himmel den Gerechten" und "nun freut
euch ihr Christen". Diese lassen das Album sehr interessant werden,
weil sie neue Perspektiven eröffnen. Von den traditionellen Titeln
überzeugen "macht hoch die Tür", "es ist ein
Ros' entsprungen" und "es kommt ein Schiff geladen" ganz
besonders.
Die größte Überraschung dürfte wohl "lobt Gott
ihr Christen" sein, was mit einem Technobeat so richtig fröhlich-beschwingt
daherkommt. Am Ende gibt es ein ungewöhnliches Instrumental von "Maria
durch ein Dornwald ging".

Insgesamt ist der Stil Soul und leichte Dancepop-Anklänge. Die beteiligten
Musiker außer Albert tragen alle ihren Teil zum Gelingen bei: Als
Chor ist Joyful Gospel dabei (inzwischen recht bekannt geworden), als
Solisten begeistern unter anderem Volker Dymel, Elke Klein und Kristin
Reinhardt. Ein reines Soloalbum ist es so betrachtet dann doch wieder
nicht...

Fazit: Auch nach mittlerweile sechs Jahren noch immer ein brandheißer
Tip. Eine mit soviel Herzblut und Kreativität gemachte Weihnachtsplatte
findet man äußerst selten, noch dazu aus Deutschland!
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