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 Forty
Days
"everyday"

( 2000 Benson Records / Asaph
Musik )
Bevor Forty Days in den Genuß eines Plattenvertrags kamen
und mit Produzent Mac Powell (von Third Day) arbeiten konnten, mußten
sie die übliche "Ochstentour" machen. Will heißen, sich mühsam, aber kontinuierlich,
eine Basis erspielen - sowohl bei den Hörern/Fans als auch den Angestellten
bei den Musikverlagen und Radios. Vor diesem landesweiten Debütalbum hatten
sie schon in Eigenregie CDs veröffentlicht. Diese waren nach Aussage von
Fans und einem Talentescout und Apple-Mac-Freak namens Craig A. Masen
(er hat etliche CD-Rom-Spuren gemacht für fromme Scheiben) erstklassig.
Graig hatte die Band über seine Interprojekte für neue Talente gefördert
und so hat dann Benson Records die Gunst der Stunde genutzt.
Was nun als Ergebnis dieser unterschiedlichen Bemühungen herausgekam,
bildet das bisherige Wirken der jungen Musiker in gelungener Weise ab.
Akustischer Rock (fast schon die urwüchsige Südstaaten-Variante) dominiert
alle zehn Lieder der CD. Die tiefe, kratzige Stimme von Sänger Mark Warren
paßt hervorragend dazu. Insgesamt ist alles sehr bodenständig-rootsig
aber auch hochwertig-professionell eingespielt worden. Von Anfang bis
Ende läßt sich das Album ganz ohne Ausfälle durchhören. Es gibt meist
nach vorne abgehenden rockigen Sound aber auch ruhigere, etwas folkigere
Passagen. - Ich verzichte hier ganz bewußt auf Vergleiche mit anderen
christlichen Bands im gleichen Genre. Dies würde nur Euren Kopf mit Vorurteilen
belasten und Ihr würdet dieser CD wahrscheinlich keine echte Chance geben
:-)) Forty Days sind in der Tat eigenständig und können Fans diesen Stils
absolut begeistern.
Textlich erfindet man nicht das Rad neu, bietet aber gute Lyrik, die sich
besonders an Christen wendet. Es sind meist persönliche Gebete, wo es
um Freuden sowie Probleme im Glaubensleben geht. Gut sind hierbei die
kurzen Kommentare zu jedem Lied, die helfen, den wahren Sinngehalt zu
erfassen. Insgesamt hätte ich mir aber noch deutlichere Hinweise auf den
Herrn Jesus und hier und da auch Angaben von Bibelstellen gewünscht. Solch
einer jugendmissionarisch engagierten Band hätte dies gut gestanden. Das
Cover des durch Vineyard UK bekannt gewordenen Songs (sowie gleichnamigen
Albums) "hungry (falling on my knees)" wäre wohl nicht unbedingt nötig
gewesen. Es läßt nur die Vermutung nahe treten, daß Forty Days auf den
aktuellen Worship-Zug aufspringen wollten. Solche Art Trendhascherei finde
ich nicht so gut. Naja, wie dem auch sei, diese neue Version des Liedes
klingt jedenfalls auch sehr gut und steht sicherlich mit der von der Original-CD
auf einer Stufe. Außerdem betonen die Jungs, daß Lobpreis auch Teil ihrer
Konzerte ist. Ok, nehmen wir es ihnen mal ehrlich ab :-) - Ein oder zwei
weitere eigene Songs wären aber in jedem Fall eine größere Bereicherung
gewesen.
Fazit: Diese CD ist echt "geil" - mein Hör-Eindruck. Ihr Titel gibt schon
an, was man mit ihr machen sollte: sie jeden Tag mal laufen lassen! Viel
Spaß damit...
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