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 Ronnie
Freeman
"ronnie freeman"

( 2002 Rocketown Records / bv-music
)
Das Plattenlabel
Rocketown Records könnte man immer wieder so richtig beneiden:
Sie schaffen es scheinbar im Handumdrehen neue Liedermacher-Talente unter
Vertrag zu bekommen. Mit Ronnie Freeman haben sie wieder ein solches ausgemacht.
Wer Ronnie ist, weiß hierzulande wohl (noch) niemand, mich eingeschlossen.
Aber wenn man seine Platte mal gehört hat und ins Booklet geschaut
hat, kann man so zusammenfassen: Mit Chris Rice verbindet ihn die Gabe,
solche Liedtexte zu schreiben, die nahezu perfekt gedichtet sind, aber
gleichzeitig eine herausfordernde Botschaft haben. Und mit Michael
W. Smith verbindet ihn das Talent, Melodien zu komponieren, die dem
Test der Zeit standhalten. - Ich denke hier sind die Vergleiche mal angebracht
und sie führen auch weiter.

Musikalisch ist es eine dieser zeitlosen CDs, die auch in vielen Jahren
noch gut klingen wird. Die Melodien und die schön instrumentierten
Sounds gefallen bei jedem Durchlauf besser. Einen echten Favoriten kann
ich hier nicht rauspicken, die CD besticht von Anfang bis Ende ohne Ausfälle!
Und wie nicht anders zu erwarten bei einer solchen Nashville-Produktion
sind lauter bekannte Leute dabei: Bryan Lenox hat meisterhaft produziert,
an den diversen Instrumenten tummeln sich unter anderem Scott Williamson,
Ginny Owens und Jeff Roach. Warmherzige
Akustikarrangements zwischen Pianoballaden und gitarrenorientierten Stücken
machen die CD zur perfekten Untermalung um mal wieder die Seele baumeln
zu lassen - egal ob nun an einem sonnigen Augustsonntagnachmittag oder
einem tristen Novemberabend. Man sollte nur drauf achten, daß man
"Ronnie Freeman" dabei hat ;-)

Die Texte verdienen wie bereits angedeutet besondere Aufmerksamkeit: Meistens
hat sie Ronnie selbst geschrieben und man kann ihm bereits in jungen Jahren
ein große dichterische Gabe zusprechen. "Could it be"
(# 2) spricht genau das aus, was wohl die meisten Christen ständig
erleben: Man nimmt Gottes Wort nicht ernst und läuft weg, hinterher
merkt man, daß Gott doch führte und man kehrt kleinlaut zurück.
Das etwas andere Lied über "Gehorsam", aber umso näher
an der Realität! In "the only thing" (# 3) wird deutlich,
daß im Menschen nichts Gutes steckt - dieses "Gute" kann
nur durch Jesus in uns werden. Von der tiefen Zufriedenheit im Leben,
die nur Gott durch Seinen Frieden schenken kann, spricht "satisfied"
(# 4). Ein etwas anderes Glaubensbekenntnis und gleichzeitig ungewöhnliche
Definition von Glauben/Vertrauen ist "faith" (# 1), wo Ronnie
ganz unbeschwert Grundlagen des christlichen Glaubens vermittelt. "Divine
revelation" (# 9) thematisiert die göttlichen Offenbarungen
im Leben eines Gläubigen, die zum Beispiel dazu führen, eine
Berufung zu erkennen oder wichtige Entscheidungen zu treffen.

Fazit: Die Platte hat echt was! Herausragend komponierte Songs und Texte,
die direkt in den Alltag von (besonders jungen) Christen hineinsprechen.
Bibelfest, ehrlich, fröhlich, bodenständig. Solche CDs sollte
es mehr geben!
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