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Amy Grant - ''a christmas to remember''Amy Grant
"a christmas to remember"


   ( 1999 Myrrh Records / bv-music )

Weihnachten darf man auf keinem Fall vergessen, und so erinnert uns Amy bereits mit ihrem dritten Weihnachtsalbum daran. Es ist sogar schon das zweite in den 90er Jahren gewesen. Den Bildern im CD-Booklet zu urteilen, freut sich Amy jedesmal wie ein Kind auf Weihnachten, aber auch die Musik steht dieser Lebensfreude in nichts nach. Wie schon so oft bei ihren CDs hat wieder einmal Michael Omartian produziert und da kann ja bekanntlich nichts schiefgehen. Für Qualität und Abwechslung sorgen auch viele musikalische Gäste auf der CD, wie zum Beispiel Ron Huff, Patrick Williams und verschiedene Orchester.
Mit groovigem Gitarrenpop im Nashville-Stil beginnt Amys drittes Weihnachts-Album. Der Titelsong erzählt davon, daß man sich ja so gern an Weihnachten erinnert, wegen der ganzen Traditionen und so... Jedenfalls ist es eine gelungene Neukomposition von Amy selber, Chris Eaton sowie Beverly Darnall, die mir sehr gut gefällt. Weiter geht es mit den typischen Standards, die man Amy aus Nashville auf einer Weihnachts-CD erwarten würde. Eine "silent night" gibt es, einen "jingle bell rock" um den Weihnachtsbaum, ebenso kommt ein "Mister Santa" vorbei und "Gabriel's oboe" erklingt dazu. Alle die, und noch einige Titel mehr wurden Oberklasse eingespielt und kommen irgendwie lässig, aber natürlich immer mit der gebotenen Weihnachtlichkeit rüber. Mir fehlt dann aber doch irgendwie die Seele darin, es ist manchmal schon etwas ami-mäßig kitchig. Naja, Amy-Fans mögen mir es verzeihen, sie werden sicher jeden Ton mögen von dieser CD. Sehr positiv aufgefallen ist mir dagegen das Instrumentalstück "highland cathedral" (# 5) mit seinem keltisch angehauchten Arrangement, das praktisch auch von Riverdance stammen könnte. - Fetziger Stepptanz im Hintergrund...
Aber es kommt ja auch noch was, nämlich die letzten beiden Lieder der CD. "Welcome to our world" (# 10) wurde ursprünglich schon 1995 von Chris Rice geschrieben (und erschien auf dessen CD "deep enough to dream"). Es war sicher nicht unbedingt als Weihnachtslied konzipiert worden, sondern eher als Lied über die Ankunft Christi auf dieser Welt, um den Menschen Rettung anzubieten. Gerade wegen diesem Text und wegen der zahmen Instrumentierung ist das Lied jedoch geradezu prädesdiniert für Weihnachten. Wirklich ein genialer Song finde ich. Dasselbe gilt für das die CD abschließende elfte Stück "agnus dei" (dt. "Lamm Gottes"). Ursprünglich war dieser eines der besten Lieder von Michael W. Smith' 1990er Album "go west youg man". Eine geniale Hymnen-Melodie in Synthese mit einem ganz einfachen aber wirkungsvollen Anbetungstext. Ich wünschte, wir würden mehr auf diese Weise Gott loben und Ihm für den Grund von Weihnachten danken. - Was ich komisch daran fand, war, warum diese beiden "Botschafts-Lieder" ganz am Schluß kamen und davor neunmal irgendwelche Beliebigkeiten, die alle säkularen Künstler ja auch im Programm haben.
Fazit: Ein sehr abwechslungsreiches, modernes Weihnachtspop-Album, das durchaus auch gut für europäische Ohren geeignet ist. Absolute Glanzlichter sind die beiden Coverversionen von Chris Rice und Michael W. Smith am Ende der Platte!


—David Decker für CCM-Rezis, November 2000


ideaSpektrum Spezial - Musik:
»Das mittlerweile dritte Weihnachtsalbum der "Grand Dame" der christlichen Popmusik fällt sehr ruhig, besinnlich und nachdenklich aus. Wenn auch die typischen amerikanischen Weihnachtslieder, vertreten durch "Jingle Bell Rock" und "Mister Santa", nicht fehlen dürfen, so konzentriert sich Amy Grant doch auf inhaltlich (geistlich) tiefgehende Aspekte. Mit Hilfe von "A Christmas To Remember" kann man sich zurücklehnen und auf das eigentliche Geschehen besinnen, dessen wir an Weihnachten gedenken: Jesu Geburt - das größte Geschenk, das uns jemals gebracht worden ist. Gut verständliche, englische Texte machen es einfach, Amy Grant's Gedanken zu folgen. Zwei Instrumentalstücke, zum einen im schottischen "Hochland-Stil" mit Dudelsack und Trommlern ("Highland Central") und zum anderen mit "Gabriel's Oboe" regen aber auch dazu an, selbst nachzudenken, was Weihnachten bedeutet. Mit "Agnus Dei" als letzten Titel, hat "A Christmas To Remember" einen anbetenden, christuszentrierten Abschluß, der sich in den Gesamteindruck der Produktion einfügt.«

—Walter Müller für ideaSpektrum Spezial 9/1999

Daten:
11 Titel / 39 Min.
Musikstil: Ami/y-Weihnachts-Pop mit Klassikeinlagen
Label(s): 1999 Myrrh Records/Word Entertainment, USA / Free Records Music,
               Witten; online
Website: http://www.amygrant.de

weitere CDs - siehe Amy Grant-Künstlerseite >>
 


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