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Cae & Eddie Gauntt - ''christmas''Cae & Eddie Gauntt
"christmas"


   ( 2005 Gerth Medien )

Ein Ehepaar macht Weihnachtsmusik. Vergiss Assoziationen mit Marianne & Michael oder Cindy & Bert - hier kommen Musiker von einem ganz anderen Kaliber! Cae ist seit den 80ern eine von Deutschlands erfolgreichsten christlichen Sängerinnen. Spätestens seit ihrem letzten Album "Petrographs" steht sie für innovative Musik, die sich in keine Schublade stecken lässt. Eddie ist seit bald 30 Jahren Caes Ehemann und preisgekrönter Opern-Bariton. An Assoziationen bleibt da höchstens das Duo Bocelli & Brightman übrig. Wenn du jetzt die Stirn runzelst, kann man dir dies nicht wirklich übel nehmen. Doch du weißt noch nicht, wer Produzent dieses ungewöhnlichen Albums ist: Florian Sitzmann heißt der Mann, ist seit Ewigkeiten Caes Pianist, Komponist und Produzent, Mitglied der "Söhne Mannheims" und als Produzent für Nena, Galileo und "Classic meets Pop" immer für Vielseitigkeit und Überraschung gut. Sitzmann steht für Qualität und den Anspruch, das Unmögliche möglich zu machen. Zusammen mit ihm und herausragenden Musikern von den Söhnen, "4 your Soul" und dem "German Pops Orchestra" schaffen die Gauntts ein erstaunliches Album mit einer wohlig warmen Weihnachtsatmosphäre. Willst du mir nicht glauben, hör dir nur mal den ersten Track "Stille Nacht / Silent night" an!


—Michael Jung für komm! 6-2005



» In einer seiner Weihnachtspredigten sagte Martin Luther einmal:
"Was nützte es mir, wenn Christus eintausend Mal geboren wäre und es würde täglich auf liebliche Weise in meine Ohren hineingesungen - wenn ich aber doch niemals vernähme, daß er für mich geboren und mein Eigen sein?"
(frei nach Martin Luther, Weihnachtspostille von 1522 / WA 10,1,1; 79,14-16) «

So "beginnt" das vorliegende Album im Booklet. Und es ist ja wirklich was dran: Cae & Eddie Gauntt können noch so würdig und lieblich in unsere Ohren singen, wenn das, was sie darbieten, nicht im Herzen ankommt, wird die Mühe vergeblich sein. Womit wir mitten im Geschehen wären:

Nach rund sechs Jahren hin- und her bzw. "Pause" liegt nun endlich das Weihnachtsalbum vom Ehepaar Gauntt vor - von der beliebten christlichen Popsängerin und vom geschätzten Opern-Bariton. Beim Untergang ihres Labels 'Pila Music' war jene Veröffentlichung erst verschoben, dann gestrichen worden. Nun hat sich ihre neue Plattenfirma über das Projekt "erbarmt", es mit neuem Elan - aber gleichem Produzenten - angegangen und dabei einen Volltreffer gelandet. Neben den vier, von der limitierten Vorab-Single "this love is a child" (2000, Hänssler) bekannten, Stücken und dem Beitrag zum 1998er Hänssler-Weihnachtssampler gibt es immerhin neun brandneue Titel zu hören. Und ja, auch für treue Fans lohnt sich allein deswegen die Anschaffung! Schlicht mit "christmas" (dt.: "Christ-Messe"; "Weihnachten") betitelt, deutet schon allein dieser Umstand auf eine mögliche neue Referenz für das Genre hin.

Man hört, daß dieses Opus beiden Künstlern ein Herzensanliegen war und kein reiner Labelauftrag, hier stimmt einfach alles. Mit Florian Sitzmann konnte wohl auch kein prädestinierterer Produzent verpflichtet werden. Alles ist auf den Punkt arrangiert, die Vokals dabei natürlich immer im Vordergrund. Neben zahlreichen Gastmusikern bzw. Instrumentalisten, war übrigens auch ein Orchester an den Aufnahmen beteiligt. Besonders gut gefällt mir die Aufnahme zweier Neukompositionen, geschrieben von Cae Gauntt ("it took a king", # 2) und Danny Plett ("symbols and saints", # 5). Daneben gibt es Cover von Jochen Klepper ("die Nacht ist vorgedrungen", # 7), Leonard Bernstein ("somewhere", # 8) sowie Traditionals ("I wonder as I wander", # 3 sowie "stille Nacht / silent night", # 1) zu hören.

"Sing your praise to the Lord" von Rich Mullins geht hier eine überraschende Liason mit dem Choral "lobet den Herren" ein: Das ist kein Experiment, sondern frohes Gotteslob auf eine erfrischende Art und Weise. Eben, lobet den Herren, Psalter und Harfe wacht auf ;-) Eine - durchaus streitbare - deutsche Übertragung des Neuzeit-Weihnachtsklassikers von Amy Grant hat Marion Sitzmann vorgelegt: Cae Gauntt singt den "Hauch des Himmels" (# 10; Original "breath of heaven") absolut souverän und wird sicher nicht der letzte Interpret dieser neuen Version bleiben! Mit "child in a manger" (# 11) erklingt eine gälische Volksweise - nun ist außerdem klar, woher Cat Steven's Melodie zu "morning has broken" stammt... Thematisch dreht sich hier alles glasklar um das "heiligste Kind, welches Rettung bringt". Jesajas Prophetie genau darauf ist bekanntlich im frühneuzeitlichen "es ist ein Ros entsprungen" (# 6) vertont; hier in einer kurzen, doch atemberaubenden Version vorgetragen, sogar mit lateinischem Präludium.

Neben dem großvolumigen, dennoch zu keiner Zeit bombastischen, Gesang und Sound (gute Anlage erforderlich!) vertieft das liebenswürdig gestaltete Äußere den positiven Gesamteindruck. Das zweisprachige Booklet im edlen Digipack liefert so die deutschen Übertragungen englischer Liedtexte - damit die Botschaft ankommt.

Fazit: Cae und Eddie Gauntt schicken sich an, das wohl überraschendste und "klassischste" zeitgenössischte Weihnachtsalbum des Jahres vorgelegt zu haben. "Christmas" ist Musikgenuß auf hohem Niveau und gleichzeitig die Erinnerung, daß Weihnachten für dich und mich ganz persönlich geschah und sein mußte.


—David Decker für CCM-Rezis, November 2005

Daten:
14 Titel / 55 Min.
Musikstil: Weihnachts-Klassik-Pop
Label(s): 2005 Gerth Medien, Asslar
Website: http://www.caegauntt.de  /  Cae Gauntt Porträt

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Cae & Eddie Gauntt-Künstlerseite >>
 


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