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 Cae
Gauntt
"day on a hill"

( 1997 Pila Music / Hänssler-Verlag
)
Schon lange Zeit liegt es mir auf dem Herzen, bezüglich
dieser CD etwas klarzustellen, was ich hiermit nun tun werde. Also, liebe
Musikkritiker, Händler und Käufer: "Day on a hill" ist keine "Best of
Cae", auch keine "Zusammenstellung ihrer beliebtesten Lieder" (Pila Music
Magazin) und gewiß nicht "halbherzig" oder "unnötig" (die zitierte Zeitschrift
ist der Red. bekannt). Nein, es ist schlicht und einfach eine CD für den
amerikanischen (!) Markt mit (fast) allen von Cae
selbst getexteten Songs - die ganz nebenbei auch hier in Deutschland erschienen
ist! Alles klar? So, nun aber zur Platte an sich...

Sie beginnt mit dem einzigen neuen Titel, dem Titelsong, der schnell mit
einem sehr akustisch gehaltenen Sound samt percussion-lastigem Beginn
und schön zurückgehaltenen, rauhen Backings gefällt. Akustisch geht es
auch mit den folgenden Titeln weiter: Nach der Ballade "All the life"
(aus "Oh Cae", 89), der man die 80er Jahre
deutlich abspürt, und dem leicht jazzigem Titel "The edge" (aus "The
circle of love", 91) gibt es die Klassik-Pop-Klavier-Ballade "Circle
of love" in einer neu eingespielten Version. Diesmal singt Cae sie solo,
ohne ihren Mann Eddie (wie auf "The circle of love") oder David Hanselmann
(wie auf "Romantic Rock 2", 91), und man hat den Eindruck sie singe mit
mehr Leidenschaft, "offensiver" und so wird der Song zum Ende hin auch
lauter und rockiger, verzichtet auf die Streicher - ist eben mehr Pop
als Klassik. Hierauf folgen drei weitere Titel von "The circle of love":
Die Ballade "Inside me", das bluesige "This light" und "His grace", das
es damals aber auf Deutsch zu hören gab ("Seine Gnade"). Den Song in der
Originalfassung zu hören, ist einerseits überraschend neu, andererseits
aber auch genauso schön, wenn nicht noch ein bißchen schöner, da er so
einfach "mehr Cae ist" ;-). Nach der fast hymnenartigen Gospel-Ballade
"Reaching out" (von "Oh Cae"), die
ja der Anlaß für "Day on a hill" war und "I need him" (der "Alive!"-Titel
von 94 hier als Studioversion) gibt es die ruhigste Ballade der Platte,
"Every star" (von "Oh Cae") zu hören.
Die nächsten und letzten fünf Titel sind Live-Versionen von bekannten
Cae-Songs. Zum ersten Mal gibt es "Ein für allemal" (von "Oh Cae") im
Englischen zu hören: "Choosing" begeistert schnell durch sein flottes
Tempo und die coolen (wohl reingesampleten) BGVs von Cae und David Hanselmann.
"Oh Cae", "The rescue" und "C.A.E." wurden einfach von "Alive!" übernommen
und sind daher nichts neues. Lediglich der "Alive!"-Schlußtitel "Was uns
bleibt" kommt hier als englische Originalversion namens "When love comes
home". Die Songs sind ausnahmslos klasse Titel, die in wirklich jeder
Hinsicht qualitativ wertvoll sind.
Alle Lyrics (bis auf "The rescue" und "When love comes home") stammen
allein von Cae und vier Songs wurden von ihr (mit-)komponiert - womit
alle von Cae geschriebenen Titel, die je auf einer Cae-CD waren, hier
vereinigt wären. Lediglich "One door" (was vom Stil her aber nicht auf
"Day on a hill" paßt), "Was bleibt zurück?" (welches nur in Deutsch existiert
und so nicht geeignet war) und "The best part" (aber warum bloß das nicht?)
fehlen. Auch da die 15 Lieder eher Caes ruhigere Songs sind, kann man
unmöglich von "Caes größten Hits" oder ähnlichem reden.
Daß man "Day on a hill" als eine "Vorerst-Best of" (bis es eine richtige
Best of gibt) bezeichnen kann, ist mir klar. Auch, daß einige (ahnungslose)
Hörer von der CD enttäuscht sein könnten (aufgrund falscher Werbung durch
Pila Music). Doch gerade die Zusammenstellung von Cae-eigenen Liedern
und auch die neuen Versionen und der Titelsong machen das Album sicher
nicht nur für Cae-Fans interessant.
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