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Cae Gauntt - ''petrographs''Cae Gauntt
"petrographs"


   ( 2004 Gerth Music / Gerth Medien )

Nach rund fünfjähriger Schaffenspause (die 2000er Weihnachtssingle nicht eingerechnet) legt Cae Gauntt wieder ein neues Studioalbum vor. Es soll im Mai 2004 bei Gerth Music erscheinen, denn Cae ist jetzt bei diesem Verlag unter Vertrag. Das Kapitel "Pila" ist so oder so abgehakt (Gott sei Dank!).

"Petrographs" ist ein ziemlich ungewöhnlicher Titel und klingt für deutsche Ohren irgendwie fast schon zu sehr "geschraubt". Die Bedeutung geht allerdings tief, denn sie steht für "Botschaften in Stein (gemeißelt)". Gottes Wort ist eben zeitlos und steht fest wie ein Felsen durch alle Zeiten und Veränderungen hindurch. Cae hat erstmals fast alle Lieder selbst getextet, auf deutsch und englisch. Damit ist die Platte sehr persönlich geworden. Jedes Lied steht für einen bestimmten "Petrograph": Cae erklärt das zu jedem Lied und es sind auch immer Bibelstellen mit angegeben. Es geht um Liebe, Erlösung, Vergebung und besonders auch Gottes Nähe und Sein Umsorgtsein für uns. Einen Text als Gedanke zum Psalm 23 hat die junge fromme Buchautorin Nicole Vogel verfaßt ("Flügel", # 3). Ein Lied geht auf "Jesus, lover of my soul" zurück - im Original ein Choral von Charles Wesley - hier mit deutschem Text aus dem Kirchengesangbuch, "Seele, was ermüd'st du dich?" (# 5). Die Texte haben eine geistliche, epische und atmosphärische Tiefe, die man vielleicht am besten vergleichen kann mit den Konzeptalben der britischen Bands Iona und Eden's Bridge - find' ich jedenfalls...

Musikalisch ist dieses achte Album wieder etwas völlig neues im Vergleich zum Vorherigen Schaffen der Sängerin, besonders gegenüber "hopegarden" von 1999. Manchesmal könnte man meinen, Cae Gauntts größte Stärke wäre ihre stilistische Unbeständigkeit. Künstlerische Freiheit ist es auf jeden Fall! Na, und wer hört nicht gerne was Neues, Ungewöhnliches?!

Sie vereint dieses Mal Anklänge an Alternative-Rock, futuristischen Pop, Soulgesang sowie erdige Blues- und Akustik-Sounds auf einem Album, dazu gesellen sich eindringliche Keyboard- bzw. Sample-Passagen. Als Produzenten haben Florian Sitzmann und Thommy Baldu alles ins richtige Lot gebracht (bzw. sind gerade noch dabei... :-) und auch die musikalischen Gäste (z.B. Pat Appleton, Kamary, Edo Zanki) akzentgenau plaziert. Die Roh-Versionen der Lieder klingen bereits sehr vielversprechend! Cae präsentiert aktuelle radiogeeignete Stücke aber auch zeitlose balladeske Titel. Alles wurde auf einem sehr hohen Niveau eingespielt und produziert und man kann hoffen, daß der eine oder andere Song vielleicht den Weg ins Radio findet (zumindest zu den anspruchsvollen Sendern!). Interessanterweise erscheint die Musik teilweise recht melancholisch, etwas im Gegensatz zu den in der Gesamtaussage sehr optimistischen, hoffnungsvollen Liedtexten. Mein Favorit nach dem ersten Hörstudium sind das perfekte "Ebenezer's hill" (# 8) sowie das experimentelle "St. Ninians Cave" (# 9).

Fazit: Erfreulicherweise ist "petrographs" lange ausgereift und deshalb wird es eine gute, künstlerisch anspruchsvolle Scheibe werden, da bin ich mir sicher. Ob es auch wieder ein kommerziell erfolgreiches Projekt wird und bei den vielen Cae-Fans ankommt, daß werden die nächsten Monate zeigen. - Auf jeden Fall gibt es dann noch einmal eine Bestandsaufnahme unsererseits, wenn das fertige Endprodukt auf dem Tisch liegt bzw. sich im Player dreht(e).
(Hinweis: Dies ist eine Vorab-CD Rezension.)


—David Decker für CCM-Rezis, April 2004


Mit "Petrographs" hat Cae Gauntt ein Album gemacht, das anecken wird.
Ein Blick auf die Motivation Caes und ihrer Produzenten verrät, warum: "Wir haben versucht, das zu machen, was wir im Herzen haben, ohne festgelegte Stilrichtung und ohne die Absicht von Kommerzialität und Verkaufszahlen." Herausgekommen ist deswegen eine Platte, die anders ist. Eigenwillig, innovativ, experimentell. So etwas kennt man nicht, auch nicht von Cae. Die US-Sängerin Margaret Becker beschreibt das so: Cae habe es "fertig gebracht, unheimlich einzigartig in einem Meer der Gleichheit zu sein." Solch Gottgegebene Kreativität haben wir bitter nötig! Vom Musikstil her ist das Album nicht einzuordnen. Am ehesten zu definieren über Caes soulige Stimme, die den teils sphärischen, teils groovigen Liedern einen derart kaum gehörten tiefen Ausdruck verleiht.
Durch ungewöhnliche Tiefe faszinieren auch Caes Texte. Wie immer teils Deutsch, teils Englisch - diesmal zusammengefasst unter dem ungewöhnlichen Konzepttitel "Petrographs". Abgeleitet aus dem Griechischen bedeutet das so viel wie "in Stein gemeißelte Botschaften". Cae erklärt: "Ich will den Zuhörern und Lesern meine ‚Botschaften in Stein'-Erfahrungen vermitteln. Botschaften mit bleibenden ewigen Werten, die von Gottes Händen geschrieben wurden." Auf eine reife und zugleich kindlich-frische Art, in sinnlichen und natürlichen Bildern, erzählt Cae eindringlich von sich, Gott und seinen "Petrographs" für uns.
Mit "Petrographs" hat Cae Gauntt ein Album gemacht, das ganz große Kunst ist.

—Michael Jung für CCM-Rezis, August 2004


x-report CD-tip:
» "Vergebung ist ewig." Das ist wie in Stein gemeißelt, also ein Petrograph. Fünf Jahre sind vergangen seit Cae Gauntts letztem Album. Sie hat die Zeit vortrefflich genutzt. Eine feines Thema, ja, fast ein Konzept-Album ist Petrographs. Es geht um die unumstößlichen Wahrheiten und Zusagen Gottes. Als wären sie in Stein gehauene Segnungen und Unveränderbarkeiten. Cae Gauntt macht Mut, will trösten, die Liebe Gottes weitersagen, die frappierende Aktualität des Evangeliums besingen. Und das tut sie in ungewohnt moderner Klangkulisse. Viel Peter Gabriel klingt hier an, ein wenig Madonna Stilistik, eine Brise Björk im Umgang mit elektronischen Soundtüfteleien. Überhaupt nimmt die Elektronik neben den akustischen Instrumenten keinen Sonderstatus ein, sondern klingt homogen und wie zugeschnitten auf die Metaphernhaftigkeit der Texte. Cae Gauntt singt englisch und deutsch, zweisprachig auch das aufwendig und ansprechend gestaltete CD-Booklet mit persönlichen Geleitworten zu jedem Stück. Ein Kunstwerk für Ohr und Auge, Sinn und Sprache, Herz und Geist.«

—Klaus Dieter Zeh für x-report/ideaSpektrum 38/2004
Hinweis: Hier dargelegte Meinungen von Gastautoren müssen nicht die Meinung der CCM-Rezis-Redaktion wiedergeben.

Daten:
11 Titel / ? Min.
Musikstil: Alternative-Pop
Label(s): 2004 Gerth Music / Gerth Medien, Asslar; online
Website: http://www.caegauntt.de  /  Cae Gauntt Porträt

Wo
kaufen?: bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Cae Gauntt-Künstlerseite >>
 


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