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 Sara
Groves
"add to the beauty"

( 2005 Sponge; INO Records / Asaph
Musik )
»In 'The Other Side of Something' fragte ich:
Können sich Menschen ändern?
In diesem Album antworte ich: Ja!« (Sara Groves)
Malerische Pop-Klangteppiche mit Drive

"Add To The Beauty", die 6. CD von Sara
Groves, die diesmal von Veteran Brown Bannister produziert wurde,
ist nicht nur das Album mit dem intensivsten Songwriter-Teamwork bis jetzt
(Ed Cash, Gordon Kennedy, Matt
Bronlewee, Joel Hanson), sondern auch mit dem stärksten Drive und
Rhythmus. Der warme, klavier- und gitarrenreiche Sound, der um Fender
Rhodes, Hammondorgel, Cello, Englischhorn oder eine "scitando harp"
bereichert wird, webt die weichen Klangteppiche von "Station
Wagon" (2005) weiter. Im geradlinigen Folk-Pop-Gefühl und
in der zeugnishaften Botschaft, die mitten in unseren Alltag hinein Bilder
voller Glauben an eine Veränderung zum Guten und Schönen malt,
knüpft die Sängerin mit der sanft melancholischen Stimme hörbar
an ihr Labeldebüt "Conversations"
(2000/01) an.
Wenn Gott unsere Lebensgeschichte schreibt

Wenn sie in "When it was over" (# 1) von einem Paar erzählt,
das nach einer Affäre zu Vergebung und neuer Zweisamkeit fand; wenn
sie das Erwachen zu einem Leben in Fülle schildert wie in "Just
Showed Up" (# 2, die Musik stammt von Joel Hanson und erinnert mit
ihrem Autoscheiben-runter-im-Fahrtwind-Feeling an ihr Duett "Traveling
Light"); oder wenn sie in der Pianoballade "Loving A Person"
(# 12) von der "Schönheit, Dinge gemeinsam durchzustehen",
singt immer beschreibt sie, wie überwältigend Gott wirkt,
heilt und Neues erschafft. »Wenn wir alles
unserem eigenen Geschichtenerzählen überliessen, würde
das in einer Tragödie enden«, erklärt sie zu "Rewrite
This Tragedy" (# 6, wunderbar schwebend und leicht). »Was
mich am meisten bewegt, ist, dass Gott nicht einfach flickschustert, wenn
ich ihm die Federführung überlasse, sondern er stellt wieder
her, er orchestriert und bringt eine unglaublich schöne, erlösende
Geschichte hervor.«
»Das
ist Gnade: eine Einladung, schön zu sein«

Jesus sei die Sonne, heisst es im dahinsegelnden Popsong "You Are
The Sun" (# 3). Wir sind wie Monde, die sein Licht reflektieren.
Ohne ihn sind wir "kalte dunkle Steine". "Something
Changed" (# 7), die Antwort auf "Like A Skin", beschreibt,
wie Gott einen Wandel zum Neuen bewirkt. Er befähigt uns, in einer
gefallenen Welt voller grausamer, herzloser News unser Teil zur Schönheit
beizutragen, um eine bessere Geschichte zu erzählen (# 5 "Add
To The Beauty"). Wie Sara Groves in unserem Interview
im März verriet, spornen sie 2. Petrus 1, 58 und ein Ausspruch von
Mutter Teresa an: "Versuche nicht, grosse Dinge zu bewirken, sondern
tue kleine Dinge mit grosser Liebe!" Scheinbare Kleinigkeiten
können grossen Segen bringen und auf Gottes Reich hinweisen: Segnen
statt Verfluchen, Versöhnung statt Hass, Barmherzigkeit statt Habgier
(# 10 "The Kingdom Comes").
Eine abwechslungsreiche, in sich abgeschlossene
Liedersammlung

Nach einer soghaft-beschwingten ersten Hälfte mündet das 13-Track-Album
in einen ruhigeren, zunehmend unpluggten Abschluss. An Billy Joels Troubadourstil
erinnert u. a. das hintergründige Traumlied "To The Moon"
(# 9). Besondere Perlen sind "Loving A Person" über Zusammenhalt
und bedingungslose Liebe und das klassisch anmutende "Why It Matters"
(# 11) über die Bedeutung des Liederschreibens, der schönen
Künste in unserer Zeit. Die Reprise (# 13) von "When it was
over" das seinerseits wie überhaupt die ersten vier Tracks
bereits in ein verspieltes längeres Outro mündete schlägt
einen Bogen zum Anfang zurück.

Fazit: für mich eine ihrer schönsten CDs in den geschmeidigen
Melodien, im stimmungsvoll-dichten, warmen Klang, im breiten Stilspektrum
aus Altvertrautem und subtil Neuem und in den hoffnungsvollen, poetischen
Liedtexten. Wie sehr ist unsere Zeit auf solcherlei Schönheit angewiesen,
die Gottes Erlösungsgeschichte kreativ weitererzählt!
Tipp: Wer die CD in den Computer schiebt, erhält
via Internet unter anderem Zugriff auf 6 weitere, exklusive Live- und
Akustik-Stücke.
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