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 Das
Janz Quartett
"Janz-Team-Klassiker"

( 1999 Janz Team Music / Gerth
Music )
Die 16 Aufnahmen dieses Albums liegen möglicherweise
gut im Rennen, wenn jemand mal die Frage nach den ersten deutschsprachigen
christlichen Poptiteln stellt.
Das Janz-Quartett um den damaligen Leiter dieses aus Kanada zugewanderten
Missionswerkes Leo Janz gab es jedenfalls seit 1954. Sämtliche Stücke,
die sie hier bringen, sind im Original englischsprachig und in der Tradition
der amerikanischen Heilslieder und Hymnen. Zwei Stücke werden auf
englich dargeboten, die übrigen wurden in eine Sprache übersetzt,
die zur damaligen Zeit (50er/ 60er/ 70er Jahre) in der Kirche als zeitgemäß
betrachtet wurde und auch heute noch zuweilen in Traktaten auftaucht.
Das hat den touch von Zeltevangelisation, Altarruf, Zeugnis etc.
Das Janz-Team arbeitet heute natürlich mit anderer Musik und mit
anderen Evangelisationsformen - damals waren sie aber sicher zumindest
für deutsche Verhältnisse auch schon ziemlich progressiv, indem
sie ein zuweilen ganz flott swingendes Männerquartett auftreten ließen.
Denkt euch die Comedian Harmonists etwas reduziert und mit seriösem
Liedgut, dann könnt ihr euch den Klang der Janz-Good-Old-Boygroup
vorstellen. In den USA gab es Gruppen wie die Blackwood Brothers oder
die Jordanaires, die den Quartettgesang kultivierten und teilweise absolut
mitreissende Gospelaufnahmen produzierten. Die Janz-Brüder lockern
die Handbremse nicht immer, strahlen nicht ganz so hell, aber haben doch
ein paar swingende "Gute-Laune-Nummern" zu bieten. Der Opener
"Wunderbar ist Jesus" mit Klavier und Bassbegleitung ist so
ein herrlich groovendes Stück. Auch beim Refrain von "Amen"
und bei "Wir sind auf dem Heimweg" kommt bei mir Freude auf.
Die manchmal etwas traktathaften Texte stören mich auch bei den ruhigeren
Stücken immer weniger, etwas Probleme bereitet vielleicht manchen
Track 4, wo die "Streiter Jesu" zum "Feldzug" aufgerufen
werden und vom Klavier der Takt zum Marschschritt mitgeliefert wird, aber
hier wird biblische Sprache verwendet und die Melodieführung mildert
das "Militärische" deutlich ab. Trotzdem ist die Platte
nichts für Leute, die irgendwelche ungute Gefühle mit früheren
Evangelisationsmethoden verknüpfen; auch sollte man einen Hang zur
Nostalgie besitzen, um die Platte genießen zu können. Man sollte
Männerstimmen mögen (bei langsameren Stücken ist manchmal
der Unterschied zu klassischen Männerchorliedern nicht sehr groß).
Für mich steckt in dieser Platte aber mehr "Rock'n Roll"
als in vielen neuen christlichen Popproduktionen.
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ideaSpektrum Spezial - Musik:
»Der Titel des Albums sagt eigentlich schon alles aus. Klassiker aus
dem Hause Janz. Sicherlich werden sich einige an die "früheren
Zeiten" erinnern, als Leo Janz mit seinen Brüdern durch Deutschland
und Europa reiste und das Janz Team mit seinen Liedern das Evangelium verkündigte.
16 dieser "Klassiker" in vornehmlich deutscher Sprache sind auf
dieser CD vereint. Melodien `a la Comedian Harmonists und bekannter deutscher
Schlager aus den 50er und 60er Jahren lassen die Lieder für "junge"
Ohren vielleicht etwas ungewohnt erscheinen, die Texte über das Wiederkommen
Jesu, die Freude, die nur er schenken kann und zum Lob Gottes beitragen
sollen, haben aber nichts an Aktualität eingebüßt. Eine
schöne Erinnerung an frühere musikalische Zeiten.« |