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 Jilleen
"summon your power"

( 2003 Jilleen's Records / online
)
Jilleens Botschaft ist klar und lässt sich etwa aus dem
Lied "In Not Of" ihrer neusten 9-Track-CD, "Summon your Power", zitieren:
"Come take the light to darker parts. Share His truth with hardened hearts.
We are not like the world, but we can love it. Come bring the hope to
hopeless men 'til the lost are found in Him. He came to save the world.
So let us be in it, not of it" (Grant Cunningham, Nick Gonzales).
Die 1975 in Napa geborene und in Antioch, Kalifornien, aufgewachsene Sängerin
wählt Epheser 5:19f. als Leitspruch ihres Musikdiensts: "... werdet voller
Geist, indem ihr zueinander in Psalmen und Lobliedern und geistlichen
Liedern redet und dem Herrn mit eurem Herzen singt und spielt. Sagt allezeit
für alles dem Gott und Vater Dank im Namen unseres Herrn Jesus Christus!"
Mit begeisternder Ausstrahlung, mitreissenden Rhythmen, die etwa in den
Songs "I Rejoice", "He's Alive" und dem Titelsong "Summon Your Power"
nach Psalm 68:28 an Sandi Patty's finest Moments erinnern (Jilleens Version
von "Artist of my Soul" geriet auf ihrer ersten CD, "One King, Two Crowns",
von 2001 denn auch etwas zu nahe nach dem Vorbild), und einer feinen,
klaren Stimme erzählt sie in ihren Liedern von Gottes Grösse und Stärke,
die unser Verständnis übersteigen; von Jesu Opfertod für uns, von Ermutigung
und Auferbauung, die wir in Dankbarkeit mitten in den widrigen Umständen
des Alltags erfahren können, und immer wieder eindringlich davon, dass
wir Gottes Geschöpfe sind und seine Kinder sein dürfen, geliebt sind und
seine Liebe in diese Welt tragen sollen.
Die Stärke der Vollzeitsängerin mit dem Bachelor-Abschluss in Musik, die
als BVG für bekannte Musiker wie Bryan Duncan, Al Denson und Patty Cabrera
im Einsatz war und 2001 unter den Top-25-Finalisten der Do Good Music
Competition von Atlantic Records landete, liegt eindeutig bei den erzählenden
Balladen, z. B. "Alabaster Box" (Janice Lyn Sjostrand) und "How Could
I Ask For More" (Cindy Morgan), oder
in schlichten Hymnen wie Fernando Ortegas
"Give me Jesus", welches sie auf ihrer ersten CD in einer ausgezeichneten,
stimmlich virtuosen und stimmungsvoll mit einem Cello-Intermezzo untermalten
Version darbot. Ihre Arrangements sind in den Balladen schlicht-schlank
mit dominanter Klavierbegleitung, in den mitreissenden, lebensfrohen Up-tempo-Liedern
kraftvoll orchestriert; der Text, der es wert ist, verstanden zu werden,
und die Stimme stehen im Vordergrund. Gerne greift Jilleen auf bestehendes
bzw. bestandenes Liedgut der CCM zurück. Ihre Lieder und ihre Arrangements
erinnern zuweilen stark an Steve Green, Twila
Paris und die bereits erwähnte Sandi Patty, obwohl Jilleen sich auf
ihrer neusten CD auch mit härteren, energischen Rhythmen einem weiteren
Publikumskreis öffnen möchte. Weniger überzeugt die intonationsmässig
nicht ausgewogene Live-Chor-Einspielung einer rockigen Version von Brian
Doerksens bekanntem "Come Now Is The Time To Worship" als letzter
Track.

Jilleens Mission lässt sich ebenfalls im eingangs zitierten Lied finden:
"I find that He is leading us out into the world. Into the middle of fallen
saints and sinners. Where a little grace is needed most." Saints and sinners...
Jilleen versteht sich als Dienerin in der Gemeinde Christi, ihre Lieder
gehören in die Gemeinde, als Lobpreis inmitten der Versammlung, wollen
aber auch Aussenstehende als Zeugnis auf Gottes Wirken hinweisen. Sie
erstrebt kein Pop-Sternchen-Image, liefert keine technisch ausgeklügelte
One-Woman-Show zur puren Unterhaltung. Neben ihrer Heimat USA liegen ihr
die Menschen in Japan besonders am Herzen, für die sie sich zusammen mit
Asian Access / Life Ministries engagiert und für die sie eine besonders
schöne, tatsächlich asiatisch klingende japanische Version von "Iesuo
Kudasai" (Give me Jesus) auf der ersten und die Hymne "Kokoro Mino Yoni
Aredo" (Be Thou My Vision, irisches Volkslied) auf der vorliegenden neuen
Scheibe einspielte.

Jilleen - eine frische Stimme mit einer klaren Botschaft, die es wert
sind, weitherum gehört und verstanden zu werden.
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