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Jennifer Knapp - ''the way I am''Jennifer Knapp
"the way I am"


   ( 2001 Gotee Records / Gerth Medien )

Ein reichliches Jahr nach ihrem letzen Album wartet Jennifer Knapp schon wieder mit einem Tonträger auf. Ihr Schaffensdrang sagte ihr, daß es bereits jetzt wieder dran sei, etwas herauszubringen. Gotee, ihr Label war begeistert und engagierte gleich den Produzenten Tony McAnany (Madonna, Missy Elliot u.a.).
Aufgenommen wurde die Silberscheibe übrigens in New York - vor dem 11.9. - von angesehenen, säkularen All-Star Musikern. Mir sagen deren Namen nichts, doch wichtig ist, daß man ihr Können hört. Und das tut man hinreichend.

Irgendwie anders als die Vorgänger ist das neue Werk. Im Sound weiterentwickelt und gereift, klingt es dennoch vom ersten Ton an ("by and by" legt gut los!) nach der vertrauten Sängerin. Erholter Rock, der bei vielen Songs auf ein äußerst intensives Klangerlebnis hinausläuft. Hier wurden der Folk-Groove von "kansas" und die souligen Elemente von "lay it down" wunderbar kombiniert und zu einer Einheit verschmolzen. Man würde sagen, der Produzentenwechsel hat Frau Knapp gut getan. Die Klangqualität jedenfalls ist beachtlich.
Jen's Lieder sprühen vor Hingabe und Leidenschaft, besonders die Rocknummern sind hier anzuführen. "Come freedom come" (# 2) und "fall down" sind Sahnestücke des modernen Rocks. Überhaupt gewinnt man den Einsicht, daß diese Platte aus einem Guß ist, hier paßt alles. Gefällig ist der lockerleichte Groove von "sing mary sing" (# 9) und interessant die Effekte (eine Art Sprechgesang im zweiten Teil) bei "light of the world" (# 10). Ein weiteres Highlight ist das Streicherarrangement beim abschließenden "no regrets". Mit Unterstützung des Londoner Sinfonie Orchesters konnte so eine packende Ballade geschaffen werden.
Was die Platte nicht hat, sind ein, zwei richtig eingängige Radiohits im Sinne der Vorgängeralben. Es wurde der Versuchung widerstanden, vorhandenes Hitpotential weiter kommerziell zu verpoppen. So ist wieder eine zeitlose Liedersammlung entstanden, die noch mehr die persönliche Note der Interpretin enthält. Ihr neuer Liederschreibstil (den sie bereits seit "kansas" stetig fortentwickelte) kommt immer mehr zur Geltung!

Die Texte sind entstanden, weil Jennifer bestimmte Dinge sagen wollte. Und man sieht: sie versteht sich auf das Ausdrücken persönlicher Erfahrungen und Gefühle genauso wie auf allgemeingültige Aussagen. Trotzdem ist "the way I am" [dt.: "so wie ich bin"] nicht besonders "missionarisch" geworden. An Deutlichkeit hätte man noch zulegen können, aber wie gesagt, dies war nicht die Intention der Platte. Jennifer wollte sich uns vielmehr etwas besser vorstellen. Über ihre Aussagen zum Glauben nachzudenken, laden vor allem ihre ersten beiden Alben ein.
Durch "light of the world" und "sing Mary sing" erfährt man dennoch einiges über biblische Dinge. Es wird Hoffnung vermittelt indem unterstrichen wird, wer das Licht dieser Welt ist. Ja, und die Freude Marias über ihren Sohn Jesus - der Retter dieser Welt - inspiriert uns bis heute zum Singen. Zwei ansteckende Lieder!

Fazit: Das gewisse Etwas ist wieder vorhanden. Jennifer wuchert mit ihrer Ausstrahlung und Charakterstimme. Diese Singer/Songwriter-Hymnen sind wie ein Blick hinter die Seele zu dem Rockmusik vom Feinsten gereicht wird.
[Hinweis: dies ist eine Vorab-CD-Rezension.]


—David Decker für CCM-Rezis, November 2001

Daten:
12 Titel / 51 Min.
Musikstil: Modern-Rock
Label(s): 2001 Gotee Records, USA / Gerth Medien, Asslar
Website: http://www.jenniferknapp.com  /  Fan-Site

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Jennifer Knapp-Künstlerseite >>
 


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