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 Jennifer
Knapp
"wishing well"

( 1996 Funkhouse Productions /
Jennifer Knapp )
Wer immer dachte "kansas" sei das Debütalbum von Fräulein
Knapp gewesen, der muß jetzt eines besseren belehrt werden: Bereits 1994
hatte sie ihre 5-Song Demo-Kassette "circle back" draußen. Alle Stücke
davon landeten zwei Jahre später auf dem ersten richtigen Album "wishing
well", das jedoch noch ohne Plattenfirma erschien. Hier gab es wie gesagt
die Titel vom Demo und auch schon vier, die später nochmals für "kansas"
aufgenommen wurden. Soweit zur Geschichte, nun zur Realität von "wishing
well":

Diese erste CD hat noch einen voll-akustischen Sound, teilweise fast Acapella.
Jennifers Stimme war damals schon erste Sahne. Die Arrangements sind meist
dezent im Hintergrund, ordnen sie sich der Stimme unter. So entstand ein
sehr "häuslicher" Klang, der Nähe, Leidenschaft und Hingabe ausstrahlt.
Es ist eine wahre Freude die Originalversionen von "Romans" und "His grace
is sufficient" zu hören. Fast noch besser als ein Jahr später auf dem
Gotee-Debüt. In der Stimmung heiter
bis ausgelassen ("Romans 8:1", # 1) und in der Spielfreude nahezu ungeschlagen...

Wirklich herausragend ist das inhaltliche Rückgrat des Werkes: Man wird
mit hineingenommen in Jennifers Betrachtungen zum Glauben, ihrem
Glauben und ihrem Herrn. In "Romans 8:1" geht es um die Befreiung
vom Gesetz der Sünde durch Jesu Gnade, dies wird in "His grace is sufficient"
(# 6) fortgeführt, denn Seine Barmherzigkeit ist wirklich ausreichend!
"He's my Lord" (# 2) ist ein Bekenntnis über ihren Herrn und ein Lob an
Ihn. Ein weiteres Juwel ist "shine" (# 7), wo Jen davon erzählt, daß sie
einst Sklave der Sünde war, jetzt aber durch Sein Blut gedeckt ist. Gecovert
wurde der Klassiker "Jesus loves me (for the bible tells me so)" - ohne
Frage das bewegendste Stück des Albums! Am Ende davon erklingen sogar
Fragmente aus "amazing grace" und ein eindrückliches Halleluja.
Während aller elf Lieder merkt man deutlich, wie die Sängerin das ehrlich
meint, was sie singt. Jennifer hat es so erlebt und möchte es weiterbezeugen.
Das kommt an beim Hörer.

Fazit: Wer irgend die Möglichkeit hat, dieses Album zu erstehen, sollte
es nicht versäumen! Jennifer gibt hier ein Beispiel, wie moderne christliche
Musik sein kann bzw. sogar sollte. - Immer wieder interessant, welche
Geheimtips doch im Laufe der Zeit herauftauchen...
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