Heather Miller - ''send me an angel''Heather Miller
"send me an angel"


   ( 2000 KMG Records / Asaph Musik )

Wer noch das Debutalbum von 1998, "once upon a time" kennt, kennt Heather doch noch nicht richtig. Auf der neuen Scheibe ist nämlich alles anders. Das neue 'Geheimtip-Produzenten-Team' Pete Stewart (war auch mal bei Grammatrain) und Michael Tait (war auch mal bei dc Talk) haben eine absolute Hammer-Rockplatte rausgehauen. 'Solche coolen Rocksongs waren längst wieder mal fällig!', werden sicher viele sagen (ich auch :). Heather selbst begeistert vor allem durch ihre tolle Stimme und die Songtexte, die sie zum großen Teil mitgeschrieben hat. Klang sie auf ihrem Debut noch sehr zögerlich und anspruchsvoll nach Singer/Songwriterin, darf sie hier nun endlich mal zeigen, was sie noch so draufhat. Und ganz sicher stand nicht nur die Plattenfirma und die Produzenten hinter diesem neuen Konzept. Für die klangliche Einordnung der Lieder wird jeder bestimmt mehrere Rubriken finden. Da gibt es nach vorn treibende Rocksongs (z.B. #6 "on his way home"), mit einem alternativen Touch, oder auch radiogene Popsongs mit Akoustikgitarre (z.B. #2 "we will see Him"). Die Mischung der Songs ist sehr gut gelungen. Man hört einerseits, daß Pete mal bei Grammatrain abrockte und auch Erinnerungen an sein Soloalbum werden teilweise wach. Andererseits merkt man etwas von Michaels kreativen Ideen.
In den Liedtexten geht es natürlich erst einmal um Beziehungen, aber genauso auch um den Schutz durch Gottes Engel und Seine Liebe, die Leben für uns ist. Am meisten hat mich bisher der letzte Song der Platte, "tell me why" angesprochen, wo verschiedene Fragen des Lebens aufgeworfen werden. Doch im Refrain kommt die Antwort, daß letztendlich Gott alles im Griff hat. Und nur aus dem einen Grund, weil Er ja das alles erschaffen hat. Deshalb glaubt Heather auch an Ihn, wie sie in der letzen Zeile dieses Textes singt. Überhaupt kommen die Botschaften glaubwürdig rüber; manchmal mag es vielleicht etwas simpel anmuten, aber es ist besser, wenn man als Songschreiber (und später auf der Bühne) voll dahinter stehen kann!
Fazit: Eine CD, die äußerst positiv aus dem Meer der 2000er Neuerscheinungen heraussticht. Solch ein tolles zweites Album hätte ich von Heather ehrlich gesagt nicht erwartet. Pete-Stewart-Fans dürften hier auch voll auf ihre Kosten kommen...


—David Decker für CCM-Rezis, August 2000

Daten:
10 Titel / 38 Min.
Musikstil: Rock, Pop
Label(s): 2000 KMG Records, USA / Asaph Musik, Lüdenscheid
Website: http://www.heathermiller.com


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