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 Nicole
"don't let me go"

( 1991 Frontline Records / Pila
Music )
Nicoles Debütalbum erschien vor zehn Jahren beim damals
die Szene mitbestimmenden Frontline-Label. Mittlerweile wurde dieses Label
(leider) "abgewickelt" und Nicole heißt Nicole C. Mullen. Ihr neuer Sound
hat mit jenem hier fast nichts mehr gemeinsam - außer natürlich die Stimme
-, trotzdem klingt er heute weniger veraltet, als man vielleicht denken
mag!

Tim Miner produzierte "don't let me go", und das sehr gut. Es wurden einige
Hits auf dem frommen Radio daraus und Nicoles Karrierestart glückte somit.
So gut glückte er, daß bereits ein Jahr später das Nachfolgealbum "wish
me love" erschien.
Doch zurück zu diesem Album: Die Bilder auf der Hülle lassen einen Schmunzeln,
ob längst vergangener Modetrends, und ebenso über manche Sounds, die einen
wieder an die Jugendzeit erinnern, als so was "in" war. Hier gibt es Mainstream-Pop
wie in den achtziger Jahren. Das war vor dem Techno-Boom und ging damals
als "Dance" durch. Musikalische und inhaltliche Highlights sind sicher
der Titelsong sowie "oh, Jesus loves me" mit dem Refrain des bekannten,
gleichnamigen Klassikers. Der Titelsong bietet auch in der Bridge eine
Art Rap-Verschnitt, die damals üblich war und mich gleich an die beiden
ersten dc Talk-Alben erinnerte.
Nachteil an diesem Werk ist, daß Nicole bei keinem der Lieder mitgeschrieben
hat, sie also nicht ihre Titel singt. Vieles wirkt so etwas plastisch.
Damals war dies aber in der ganzen Szene üblich, alle Lieder von anderen
Leuten "angeliefern" zu lassen (bzw. ordnete es das Label an). Heutzutage
hat sich dies und die Sichtweise darauf entschieden gewandelt.

Fazit: Empfehlenswert für alle Mainstream-Popper und treue neue N.C.M.-Fans.
Trotz einiger Schmunzel-Momente eine solide Produktion aus der Geschichte
der frommen US-Musik.
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