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Rich Mullins - "songs" (1996) |
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Rich
Mullins - "songs 2" (1999) |
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Rich
Mullins
"songs"

( 1996 Reunion Records / Gerth
Medien )
Rich
Mullins
"songs 2"

( 1999 Reunion Records / Gerth
Medien )
Ein Klassiker voller Originalität, Poesie und Tiefgang

»Wenn ich diese Welt verlasse, will ich
wie Elia davongehen, indem ein Sturmwind meinen feurigen Wagen antreibt
...«, singt Rich Mullins
(1955-1997) in seinem Lied "Elijah". Bereits mit 42 Jahren wurde der enorm
produktive Singer/Songwriter mit indianischen Wurzeln heimgerufen - durch
einen Autounfall, auf der Fahrt zu einem Benefizkonzert. Doch seine eindrücklichen,
originellen und tiefgründigen Lieder wie "Awesome God", "Sometimes by
step" oder "Sing your praise to the Lord" erklingen weiter, wurden auch
von zahlreichen Kollegen wie Amy Grant,
Caedmon’s Call, Jars
of Clay oder jüngst Sara Groves
auf je eigene Art interpretiert. Das gemeinsame Musizieren (auch als missionarische
Arbeit unter jugendlichen Indianern) war Rich Mullins ein grosses Anliegen,
so tauchen im Chor der zahlreichen BGVs etwa Kim Hill, Susan
Ashton, Ashley Cleveland, Chris
Rodriquez, Wayne Kirkpatrick oder Phil Madeira
auf.

Der Vollblutmusiker mit der etwas rauen, heiseren Stimme entwickelte in
seinen Liedern und Konzertansagetexten unkonventionelle und gerade dadurch
eingängige Bilder für die Liebe Gottes und seine Gnade. »Du wirst
den Herrn im Schmelzofen antreffen, lange bevor du ihn im Himmel wiedersiehst«,
singt er mit Verweis auf Daniel in der Löwengrube, Jona im Bauch des Wals
und die drei jüdischen Männer im Feuerofen im Lied "Where you are". Das
poetische "Verge of a miracle" beschreibt unsere Verlorenheit in der Welt
und zeigt auf, dass uns nur ein kleiner Schritt von Gott und vom Wunder
der Erlösung trennt. Der Vater wartet darauf, dass wir als verlorene Söhne
zu ihm zurückkehren, in Tränen, Reue, mit der Sehnsucht, wieder seine
Kinder zu heissen - "and be growing young" (im gleichnamigen Lied). Im
humorvoll-peppigen "Screen door" wiederum warnt er mit pointierten Vergleichen
vor einem Glauben ohne Werke. Neben extrovertierten, kraftvollen Liedern
("While the nations rage", "Creed", „Alrightokuhhuhamen") stehen zahlreiche
zarte, andächtige Lieder ("Hold me Jesus", "We are not as strong as we
think we are"), die einen nachdenklichen, von Jesus ergriffenen Rich Mullins
zeigen.

Unverkennbar sind der Stilmix und die experimentierfreudigen Arrangements
mit Mandoline, Hackbrett, Mundharmonika, Blockflöte, Dudelsack, Orgel,
Fingerschnipsen, Klatschen oder verschiedenen Schlaginstrumenten neben
Gitarren, Keyboard und Klavier. In einigen Liedern wie "Sometimes by step",
"Home" und "Calling out your name" wird die besungene Weite der Prärie
hörbar, in der Abenddämmerung tanzende Mückenschwärme, Schwüle vor dem
Sturm ...

Für mich gehört Rich Mullins mit seiner Ragamuffin Band zu den intellektuellen
und gleichzeitig poetischen, musikalisch eigenständigen christlichen Musikern
mit einer klar evangelistischen Mission. Er verspricht keine Scheinfröhlichkeit
oder lebenslängliche Sorglosigkeit, vielmehr werden oft Stürme, Sorgen,
Rückschläge, Trauer ("Bound to come some trouble") thematisiert. In seinen
Liedern steckt gerade dadurch sehr viel Ermutigung und Trost: »Gott
ist genau dort, wo du bist« - wie verfahren die Situation auch
aussieht. Und über allem steht seine Gnade; sie allein fängt uns auf ("If
I stand").

Alle oben genannten Lieder und einige mehr finden sich auf den zwei Best-of-Alben
"Songs" (1996) und "Songs 2" (postum 1999, beide produziert von Reed Arvin,
Reunion Records). Auf der Homepage der Kid Brothers of St. Frank stehen
übrigens Liedtexte und Gitarrenbegleitungen kostenlos zur Verfügung.
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