CCM-Rezis  >  CDs  >  normal generation?


normal generation? - ''normal generation?''normal generation?
"normal generation?"


   ( 1996 Pila Music / Hänssler-Verlag )

normal generation? - während sie heute zum Aushängeschild für sogenannte christliche Popmusik in Deutschland (und Europa!) geworden sind, fanden die ersten Schritte der Karriere praktisch im Untergrund statt. Der Dezember 1996 war der entscheidende Monat, denn da erschien dieses selbstbetitelte Debütalbum auf dem deutschen christlichen Markt. Rückblickend gesehen war es ein Einschnitt, was danach folgte waren logische Konsequenzen. Die ersten Shows im Frühjahr-Sommer 1997 waren so euphorisch, ich erinnere mich gern an jene Zeit. Dann die entsprechende Single mit dem Zarc-Porter-Remix, eine klasse Sache! Der internationale Aspekt nahm damals auch schnell Formen an, besonders die Beziehung zu den Niederlanden und zum britischen Label Alliance Music. Dies sollte für die spätere Entwicklung nicht unwichtig bleiben.

Es gab Tage in meinem Leben, da lief diese Scheibe hier mehrere Stunden hintereinander! Sie hat irgendwie etwas Fesselndes. Man verfolgte konsequent seinen Stil. Das Album ist soviel besser als anderer Eurodance aus den 90ern, weil die weibliche Gesangsstimme hier echt der Hammer ist. Will heißen Andy Adams (heute bekannt als Andrea Adams-Frey) kann wirklich extrem gut singen. Zweitens versuchten die drei Jungs kreativ mit Musik und Texten umzugehen. Sie rappen alles selbst, wenn was gerappt werden muß. Die Melodien gehen rein (nicht selbstverständlich bei Debüts aus Deutschland!), der Sound kracht voll durch und ist ziemlich hypnotisch. Kreativer deutscher Dancefloor mit verschiedenen Einflüssen. Zwar am Computer zusammengezimmert, klingt das viel besser als es sich mancher Leser wohl jetzt vorstellen wird...
Kritikpunkte sind: Die Produktion hätte können noch ausgefeilter sein, d.h. noch professioneller abmixen, z.B. mehr Kanten lassen, oder bei den Hits noch transparenter. Manchmal klingt es noch etwas steril. Für ein Debütalbum jedoch ist das zu verschmerzen. Ich habe ja auch etwas übertrieben, um es zu verdeutlichen ;-)Textlich gibt es Verbesserungspunkte, was das Englisch angeht. Man versteht aber was sie sagen wollen, und das ist hier entscheidend. Denn die essentiellen Aussagen sind rückhaltlos zu unterstreichen. Leider sind bei einigen Texten aus nicht nachvollziehbaren Gründen keine Lyrics abgedruckt.

"You and me" (# 2) ist ganz klar der erste Überflieger-Hit der Band, der die Karriere mit definierte. "August summernight" (# 3) ist bis heute einer der besten Balladen von der Formation und Klassiker auf Konzerten, weil authentisch und mit dem gewissen etwas. - Entweder groovig-übermütig oder traurig-melancholisch, je nachdem. - "Halleluja" (# 9) war der live-Hammer schlechthin auf den Shows der ersten beiden Jahre. "Oh Lord" (# 7) ist klassischer normal generation?-Rave der ersten Stunde, könnte man Stundenlang zu abfeiern... Heutzutage klingt es fast wie ein Märchen, wenn man bedenkt, daß "flybubble" mit 210 bpm durch die Boxen gejagt kommt. Aber auch solche Raverhymnen konnten die Altensteiger Herzensbrecher mit Bravour meistern.

Fazit: Ein frommer Klassiker aus Deutschland. Das machte und macht mich froh und stolz. Origineller musikalischer Ausdruck meiner Generation mit inhaltlicher Unverwechselbarkeit - was will man mehr?


—David Decker für CCM-Rezis, Februar 2002

Daten:
12 Titel / 41 Min.
Musikstil: Bombast-Dance, House, Rave, Dance-Pop
Label(s): 1996 Pila Music, Dettenhausen / Hänssler-Verlag, Holzgerlingen
Website: http://www.normalgeneration.de  /  Fan-Site

weitere CDs - siehe normal generation?-Künstlerseite >>
 


neu hier  |  alle CDs  |  Hinweise  |  Autoren  |  Rubriken  |  Deine Rezi  |  Netzwerk  |

© 2002 by shineMedia    Kontakt    komm!    Startseite