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 Steffi
Neumann
"furchtlos"

( 2002 Asaph Musik )
Steffi Neumann ist eine junge Sängerin, die eben
ihr erstes Album vorlegte. Die 19jährige gilt bereits als DIE
Neuentdeckung! Wie es in der Verlagswerbung heißt, war Asaph selbst
etwas überrascht über diese CD. Keiner hatte so etwas wie dieses
Album erwartet. Und ich kann inzwischen dieses Geschehen gut nachvollziehen.
Intellektuell und qualitativ hochstehende Musik aus der frommen deutschen
Szene findet man nicht alle Tage. Aber gerade diese positiven Überraschungen
halten diese Szene am Leben und geben immer wieder Impulse, die Hoffnung
nicht aufzugeben. Wir brauchen uns nicht schlechter machen, als wir sind.

Damit ist auch das Thema dieser Debütplatte raus: Es geht um ein
neues Selbstbewußtsein für alle, die sich an den Rand gedrückt
fühl(t)en. Steffi ermutigt sie, furchtlos (Titelsong, # 1) zu sein
und unter dem Schirm der Liebe Gottes ihren Weg zu gehen. Kritiker sagen
jetzt, das klingt nach fromm getarnter Selbstverwirklichung. Auf den den
ersten Blick ja, aber ich konnte immer wieder Verweise auf Gott erkennen.
An Ihm hängt letztendlich alles, doch wenn Er uns Hoffnung gegeben
hat, müssen wir dann auch aufstehen, losgehen und handeln. Ich denke,
das ist Steffis Anliegen. Natürlich spielt auch die Beziehung zu
Gott eine Rolle in den Texten. Er ist es der beschenkt und begabt (# 7)
und zu Ihm können wir in den dunkelsten Stunden kommen (# 10). Vom
Beten und Glauben, d.h. vom Vertrauen auf das Handeln Gottes wird in "I
pray und I believe" (# 9) gesungen.
Fünf von dreizehn Liedern sind mit einem englischen Text versehen.
Allerdings finde ich die im Vergleich mit den deutschen bei weitem nicht
so gelungen. Dieses Experiment hätte man sich also sparen können.
Hohe Anerkennung verdient jedoch die Tatsache, daß bis auf eine
Ausnahme alle Stücke von Steffi selbst geschrieben wurden. Dies zeigt
ihr wahres Talent auf!

Irgendwie erinnert mich der Sound ein bißchen an einen Mix aus Anja
Lehmann und Pe Werner. Eine soulige Stimme paart sich mit Klavierhymnen
und jazzigem Rock. Steffis Stimme hat Charakter und ist wandlungsfähig.
Einmal ist sie kratzige Rockröhre, dann wieder zart und einfühlsam.
Ein weiteres zentrales Element der Musik sind hier Backgroundstimmen von
Katrin Loescher und Hanjo Gäbler, die sehr gut harmonieren. Produziert
wurde die Scheibe von Neil Anthony Quinton, in dessen eigenem Studio nahe
Hamburg. Beteiligte Musiker sind unter anderem Sigi Bohnert und Peter
Horst.
Meine Anspieltips sind "furchtlos" (# 1), "Blumen können
nicht weinen" (# 4) und "vom Schatten ins Licht" (# 12).

Fazit: Diese Platte hat was. Genug Seele und genug Tiefgang, um sie immer
wieder gern aufzulegen. Von dieser neuen Stimme wird man auf jeden Fall
noch einiges hören!
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