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Stacie Orrico - ''stacie orrico''Stacie Orrico
"stacie orrico"


   ( 2003 Virgin Rec., Forefront Rec. / 'Plattenläden';
           online; Gerth Medien )

Eigentlich sollte diese vorliegende CD bereits vor über einem Jahr erscheinen, unter dem Titel "say it again". Die Vorab-CDs für die Presse waren schon lange draußen, als in quasi letzter Minute ihr Label Forefront Records, die Veröffentlichung zurückzog, da Stacie einen Platten-/Vertriebsvertrag mit dem säkularen Konzern Virgin Records bekommen hatte. So wurde beschlossen das Werk noch einmal neu bzw. "nachzuproduzieren", d.h. es kamen neue Stücke hinzu, andere wurden wieder "gestrichen".

2003 begann dann langsam aber sicher der Werbefeldzug für das neue - nun selbstbetitelte - Album der mittlerweile 17jährigen Künstlerin. Was den Coolness-Faktor angeht, kommt Stacie nun gleich hinter Christina. Wer spricht eigentlich noch von Britney? Im Gegensatz zu diesen "Schlampen" der säkularen Musikszene sind Stacies Liedtexte absolut sauber - teenagertauglich! Ihr Sound könnte trendiger kaum sein und ist noch fetziger geworden, aber auch richtig erwachsen. Wer es nicht weiß, wird wohl kaum darauf tippen, daß hier eine Teenagerin singt...! "Don't look at me" war der Hit ihres 2000er Debütalbums "genuine" und dieser gibt ungefähr an, wohin es heutzutage geht:

Die erste Mainstream-Single "stuck" (# 1) ist massiv auf Radio/TV zugeschnitten und dreht sich um eine Beziehungskiste, wie auch der Videoclip etwas verdeutlicht. Hier hört man auch die musikalischen Zutaten der Platte gut heraus: eine akustische Gitarre unterlegt mit einem straighten Urban-Beat, tanzbarer Rhythmus und eine eingängige Melodie. Weitere Dance-Hammer sind zum Beispiel "(there's gotte be) more to life" (# 2), "security" (# 5) und "I could be the one" (# 9). Bereits 2002 als Radio-Single im christlichen Bereich veröffentlicht und der Hammer vom ursprünglichen Opus "say it again", wurde der Song "bounce back" (# 3) nochmals aufgepeppt und klingt nun noch cooler. "Hesitation" (# 7) ist einer der lässigsten Tracks des Albums und mein Lieblingslied - wunderschöner R&B! Es gibt aber auch ruhigere Titel wie etwa die Ballade "I promise" (# 4). Beteiligte Musiker und Produzenten rekrutieren sich aus der christlichen und säkularen Szene. So waren zum Beispiel Matt Serletic (Matchbox 20, Leigh Nash), Tedd T. (Rebecca St. James), Mooki (Londa Larmond) auf dem Produzentensessel aktiv.

In den Liedtexten - von denen die Sängerin rund an der Hälfte mitschrieb - der CD geht es vielfach um die Liebe, um Beziehungen. Eben Dinge, die besonders die Zielgruppe (Teenager und junge Erwachsene) interessieren und ansprechen... Doch Stacie singt auch über ihren Glauben an Jesus: In "security" (# 5) singt sie davon, daß Gott der Herr ihre Sicherheit und Zuversicht ist. Das Jesus die gebrochenen Herzen heilt und neue Hoffnung gibt, davon spricht "I could be the one" (# 9). "Bounce back" (# 3) hat einen interessanten Text, der davon handelt, daß man alles das hinter sich lassen möchte, was man oft so den lieben langen Tag an dummen Zeug daherredet. Auch eine weitere Interpretation wäre möglich: daß nämlich durch Jesu Werk am Kreuz unsere Sünden in die Tiefen des Meeres geworfen wurden. In "tight" (# 11) geht es um eine feste Gebetsbeziehung und "that's what love's about" (# 12) ruft zu konkreter Nächstenliebe auf.

Fazit: Eines der schärfsten Urban-Popalben, die ich bis jetzt gehört habe! Die Beats an der richtigen Stelle, dazu super Refrains und Lyrics mit Substanz. So sollte es sein. Weiter so, Mrs. Orrico!


—David Decker für CCM-Rezis, Mai 2003 & komm! 5-2003


Cooles Urban-Pop-Album mit Substanz.

Stacie Orrico ist längst keine Unbekannte mehr, bereits seit 2000 mischt sie in der (US-) Musikszene mit. Ihr Debüt "Genuine" aus diesem Jahr ist ein hervorragend produziertes R&B-Album der "Teenie-Pop"-Generation mit einigen Smash-Hits und auch einigen sehr anspruchsvollen Stücken. Das neue selbstbetitelte Album knüpft eigentlich nahtlos daran an, wobei es etwas mehr auf Radiokompatibilität abgestimmt ist. Es bietet 12 klasse Stücke ohne musikalische Ausfälle! Besonders hervorzuheben ist, daß Stacie selbst bei sieben Liedern mitgeschrieben hat, das Album also ihre Handschrift trägt. Die tiefgehende Hammer-Piano-Ballade "Strong" hat sie sogar ganz allein geschrieben (das im zarten Alter von 17 Jahren!) und die ist einer der Highlights! Und nochwas: Stacie kann singen - manchmal klingt ihre Stimme richtig "schwarz" (Soul-Freunde werden es lieben!). Nicht zu vergessen sind natürlich die Produzenten, die für die genialen phatten Beats und Effekte (kleine Akustik-Gitarrenpassagen hier und da) gesorgt haben - Tedd T., Mooki und der Rest des Teams haben wirklich ganze Arbeit geleistet. Was unterscheidet nun Stacie von ihren Kolleginnen, wie etwa Britney und Christina? Bei Fräulein Orrico steht die Musik und die Message im Vordergrund (sie hat bereits ihren eigenen Stil gefunden!), halbnackte Outfits und aufreizende Videoclips lehnt sie ab, und zeigt nicht nur dadurch ihren christlichen Glauben. Auch spielen die Liebe, Beziehungen und Jungs nicht die Hauptrolle in den Liedinhalten, die Sängerin hat was zu sagen, was das ganze Leben betrifft und bringt nicht nur junge Menschen damit zum Nachdenken. In "Security" stellt sie übrigens klar, daß Gott der Herr ihre Sicherheit im Leben ist. Einen textlichen Tiefflieger hat die CD leider: "I Promise" klingt super, bedient inhaltlich aber lediglich abgedroschene Schlagerklischees. Dies hat Songschreiberin Dianne Warren zu verantworten, die ja durchaus für dieses Niveau bekannt ist...
Fazit: Die Platte gehört zu den schärfsten Urban-Pop-Alben, die ich je gehört habe! Meine Anspieltips sind das lässige "Hestitation", die rockende zweite Singleauskopplung "(There's Gotta Be) More To Life" und der Gänsehaut-Song "Strong".

—David Decker für amazon.de, Juli 2003


Okay, okay es ist nicht meine Musik, die Stacie Orrico auf ihrem gleichnamigen Album präsentiert. Und entsprechend kritisch bin ich an die CD herangegangen. Doch ich muss zugeben: Ich bin beeindruckt!
Die Musik ist zwar noch immer nicht meine, es geht in Richtung Pop, Dance, R&B, aber der Sound ist klasse und top-aktuell. Es wundert mich nicht mehr, warum die CD ein solcher Erfolg ist, und die Single "Stuck" sogar in die Top-Ten der deutschen Charts eingestiegen ist. Musikalisch ist Stacie mit Christina oder Britney zu vergleichen, aber auch gar keinen Fall inhaltlich.
Wo einem bei Christina die Schamesröte ins Gesicht steigt, freut man sich bei Stacie über gute, tiefgehende und besinnliche Texte. So geht es zum einen natürlich um Beziehungskisten, wie zum Beispiel in "Stuck", zum anderen hat sie klasse geistliche, fast schon missionarische Texte. Im Song "Hesitation" geht es darum, dass Gott auf einen wartet und man nicht zögern sollte ihm sein Leben zu geben. "Security" beschreibt, dass Gott für uns gekämpft hat und unsere Sicherheit ist, in der wir uns geborgen fühlen können.
Besonders beeindruckt bin ich von dem Titel "Instead". In diesem Song geht es darum, nicht gleich jeden Bettler und Penner innerlich abzulehnen, sondern Mitgefühl zu zeigen und zu fragen, wie es kommen konnte, dass er nun betteln muss um zu überleben.
Ich hoffe, dass die CD uns noch lange in den Charts erhalten bleibt und vielleicht noch die eine oder andere Single nach "Stuck" in die Top-Ten kommt.
Bewertung: 6 von 6 Punkten ("genial")

—Alex Hefke für dennoch 4-2003 (August/September)


x-report CD-tip:
»Musikalisches Gotteskind

Der Fernseh-Musiksender MTV ist in unseren Tagen ein Garant für schnellen Erfolg. Da muß schon viel in die Binsen gehen, wenn trotz Hoch- und Runternudelei auf dem Kids-Kanal eine Single keine Chartsplatzierung schafft. Stacie Orricos "Stuck" jedenfalls ist dort gelandet - inzwischen auf Platz 5 der deutschen Singlecharts. Und die Prognosen stehen weiter auf Erfolg. Für die 17jährige Stacie natürlich ein Knaller. Ihre Musik ist eine Mischung aus Pop und Rhythm & Blues, eben genau jenes Elixier, das einen Großteil von Amerikas Jugend zu Begeisterungsstürmen treibt. Stacie ist Christin, ihre Songs handeln vom Glauben, Beziehungen, von guten und schlechten Tagen und den Fehlern, die sie macht. Sie möchte gerade jungen Mädchen mit ihren Liedern stärken, ermutigen und sie vor schlimmen Erfahrungen in voreilig eingegangenen Beziehungen bewahren. Sie selbst hat trotz ihres Erfolges ein übergeordnetes Ziel: Sie möchte ein Gotteskind sein, auf das ER stolz sein kann.«

—Klaus Dieter Zeh für x-report/ideaSpektrum 34/2003


in "amm (aktiv Musikmagazin)" August 2003:
»Strong Enough To Be The One

Groß ist der Medien-Rummel, den die erst 17-jährige Stacie Orico in den USA entfacht hat. Ihr erstes Album 'Genuine' verkaufte sich bislang mehr als 500.000 Mal und auch ihre Live-Qualitäten haben es in sich. Nun will der Jungstar mit brandaktuellen Songs auch den alten Kontinent erobern.

Schwer beeindruckt von den Live- und Bühnenqualitäten der Stacie Orrico waren Destiny's Child. Spontan luden die Grammy-Gewinnerin ihre junge Kollegin ein, um bei einigen Shows ihrer US-Tour das Vorprogramm zu bestreiten. Am bemerkenswertesten ist jedoch die Tatsache, dass eine gewöhnliche 17-Jährige nicht über so herausragende stimmliche Qualitäten verfügt und zugleich als Songwriterin derartigen Scharfsinn beweist wie Stacie. Mit ihrem aktuellem Longplayer 'Stacie Orrico' und ihrer Charts-Singles "Stuck" zeigt sie, dass jede Note, jeder Beat und jede Textzeile voll ins Schwarze trifft.

Denn schießlich sind es insbesondere die kantigen R&B-Grooves, die von der Klasse des Jungstars zeugen. Obwohl in ihrer Stimme jede Menge jugendlicher Überschwang durchklingt, ist Stacie ausdrucksstark genug, um auch auf Zuspruch außerhalb der Teenager-Sparte hoffen zu treffen. Und es ging ihr bei der Arbeit an ihrem neuen Album nicht nur darum, in den Songs mehr Bodenständigkeit und Ehrlichkeit zu zeigen, sondern auch darum, sich bei allem Pop-Appeal musikalisch neues Terrain zu erschließen.

Supportet von den Hit-Garanten Dallas Austin (unter anderem tätig für Pink und TLC), den Underdogs und Matt Serletic (Santana, Aerosmith), erarbeitete sich Stacie ihr Album. Inspiriert von ihren Vorbildern Lauryn Hill, Whitney Houston und Ella Fitzgerald, schraubt sie ihre künstlerischen Ansprüche schon recht hoch und wird ihnen in Songs wie "I Promise", eine Ballade aus der Feder von Dianne Warren, oder in "Hesitation", einem lupenreinen Pop-Song mit bedeutungsschweren Lyrics, voll gerecht. "Ich wollte unbedingt, dass meine Musik etwas bissiger ausfällt", betont Stacie, die in punkto Ehrlichkeit, aber auch Seriosität, an ihr Erstlingswerk anknüpft."

Mein Leben als Teenager unterscheidet sich nicht großartig von dem der meisten anderen Mädchen mit 17" resümiert Stacie, deshalb geht es mir darum, jene Dinge anzusprechen, die mich beschäftigen und bewegen. Das Erwachsenwerden, Jungs, Familie..." Doch Stacie scheut auch nicht davor zurück, sich mit ernsteren Themen zu befassen. So grübelt sie in "Hesitation" beispielsweise, wenngleich ein lupenreiner Pop-Song, über die Bedeutung vom Leben nach dem Tod. Und Stacies mitreißende Single "Stuck" ist ein vortrefflicher Beweis für ihre Fähigkeit, mit ihren Gedanken ein breit gestreutes Publikum zu berühren. "Viele Menschen, und vor allem junge Mädchen, schlittern in Beziehungen, in denen es ihnen nicht gut geht, sie sogar schlecht behandelt werden", konstatiert Stacie. "Und doch halten sie daran fest, weil ihnen die Tatsache, einen Freund zu haben, das Gefühl von Sicherheit vermittelt. Irgendwann jedoch fühlt man sich emotional zerrissen oder festgefahren. Und genau aus dieser Situation rührt in 'Stuck' die Textzeile: 'I hate you but I love you/I can't stop thinking of you'."

Mit der Veröffentlichung ihres neuen Longplayers wagt sich Stacie erstmals in großem Stil an die Weltöffentlichkeit. Es war Schicksal, dass aus Stacie eine professionelle Sängerin wurde, die 1998 im Alter von 12 Jahren bei einem Talent-Wettbewerb entdeckt wurde. Mit einem klar definierten Ziel vor Augen, möchte sie mit ihrer Musik bei den Leuten einen bleibenden Hintergrund hinterlassen. "Wenn ich es schaffe, sie zu berühren, allein indem ich einige meiner Erfahrungen weitergebe, so habe ich mein Ziel schon erreicht!"«

—amm (aktiv Musikmagazin), 08/2003
Hinweis: Hier dargelegte Meinungen von Gastautoren müssen nicht die Meinung der CCM-Rezis-Redaktion wiedergeben.

Daten:
12 Titel / 55 Min.
Musikstil: Urban, Pop, R&B, Dance
Label(s): 2003 Virgin Records, Forefront Records, USA / Virgin Records,
               München / 'Plattenläden'; online; evtl. auch über Gerth Medien, Asslar
Website: http://www.staytrue.de.vu

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Stacie Orrico-Künstlerseite >>
 


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