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 Andrew
Peterson
"clear to venus"

( 2001 Watershed/Essential / Gerth
Medien )
Was bei uns solche Leute wie Manfred Siebald, Klaus-André
Eickhoff und einige andere sind, das ist in Amerika Andrew
Peterson: einer der wenigen verbliebenen Geschichtenerzähler in der
frommen Szene. Es ist diese Leichtigkeit mit der er seine Gedanken in
der Sprache jongliert, die begeistert. Dazu sanfte Melodien, ausschließlich
mit akustischen Instrumenten eingespielt.

"Clear to venus" knüpft nahtlos an das 2000er
Debüt "carried along" an. Einziger Unterschied vielleicht: einige
Arrangements sind jetzt etwas poppiger, mitreißender gestaltet. Doch an
Intensität, Nähe und Seele hat der Sound nichts eingebüßt. Ziemlich einmalig
in der Szene würde ich meinen. Und Andrews Stimme ist wirklich was besonderes.
Seine Frau Jamie und sein engster Freund Gabe Scott sind wieder mit von
der Partie und unterstützen unseren (und ihren :-) "Helden" beim Gesang
und an Instrumenten. Produziert wurde abermals in bewährter Weise von
"GGR" - Genius Glenn Rosenstein...

Wie nicht anders erwartet, sind die Texte wieder allererste Güte. Die
meisten Stücke hat Andrew erneut selbst geschrieben. Doch es gibt auch
anderes interessantes Material, so zum Beispiel einen späten Text von
Rich Mullins, der bisher unveröffentlicht
war. Andrew und Gabe haben Musik dazu komponiert. Es geht um Maria und
Joseph und ihren Sohn Jesus, es ist fast schon Weihnachtslied, auf jeden
Fall wunderschön! Ansonsten gibt es Gedanken über den Glauben, über die
Liebe, über Lieder und Tänze (auch Psalmen genannt...) und vieles andere
mehr. Bei Andrew wird es nie langweilig. Absolut fetzig kommt der Titelsong
"venus", wo es eine Selbstbeschreibung dieses Musikprojektes auf Tournee
gibt. Quer durch Amerika reisen die drei und erleben so einiges. Die Mama
ist immer mit dabei und solange sie Flugzeuge haben, die sie überall hinbringen
und Lieder zum Singen, wird es wohl noch eine Weile so weitergehen, heißt
es im Text. Das abschließende "Why walk when you can fly" ist ein Cover
von Mary Chapin Carpenter und will Mut machen, nicht immer nur die Probleme
der Welt zu sehen (sie hat zu viele).

Fazit: Genauso wie das letztjährige Vorgängeralbum ein klanglicher und
inhaltlicher Genuß. Heißer Anwärter auf das Album des Jahres!
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