Danny
Plett
"Wunder über Wunder"

( 2004 Janz Team Music / Gerth
Medien )
Mit "Wunder über Wunder" legt Danny
Plett seine erste Weihnachtsproduktion vor. Dies darf schon als etwas
Überraschendes gelten, hat er diesem Jahr doch bereits ein Doppelalbum
vorgelegt ("wie ein Strom" bzw. "like a river"). Die
Platte ist jedoch absolut kein Schnellschuß, sondern beeindruckt
durch eine ausgereifte Liedermischung. Stärke des Albums ist seine
Betonung auf den Gesang von Danny - der hier besser denn je klingt! Von
den zwölf vorgetragenen Titeln werden zehn auf Deutsch gesungen und
man merkt dabei überhaupt nicht mehr seinen kanadischen Akzent. Seine
Stimme wurde sehr gut herausgearbeitet und dominiert zu jeder Zeit. Die
Arrangements treten in den Hintergrund. Lediglich die herrlich passenden
Stimmen von Carmen Bode (Duett bei "o
Messiah") und Susanne Hagen wurden "zugelassen" - genau
richtig entschieden ;-)

Alle Lieder sind durch eine gewisse Schlichtheit und Konzentration auf
das Wesentliche gekennzeichnet. Überflüssige Schnörkel
findet man hier nicht, und genau dies ist das Wohltuende. So kommt Dannys
Anliegen, der Blick auf Jesus und Seine Anbetung, gut in den Mittelpunkt.
"Herbei, o ihr Gläubigen" macht von Anfang an klar, worum
es bei dieser Weihnachts-CD geht. "Stille Nacht" beschließt
sozusagen im Zentrum der Weihnachtsgeschichte die Scheibe. Die geistlichen
Aussagen stehen wirklich im Vordergrund und sind nicht jahreszeitliches
Beiwerk, weil es sich eben so gehört... Klar ist es ein Advents-
und Weihnachtsalbum, dafür aber ohne Kitsch und "süßliche"
Stimmung. Der Sologesang und das beruhigende Klavierspiel vermitteln dagegen
eher einen Hauch von guter Kirchenmusik und durch die anderen Instrumente
(u.a. gespielt von Werner Hucks, Helmut
Jost, Frieder Jost, Miriam Terragni, Stephan Weyel, Kaspar Zwicky)
bisweilen von folkigem Pop. Alles Sachen, die man wohl so gar nicht gleich
von Danny erwartet hätte. - Wer jedoch noch seine Hammer-Klavierballade
"the road" vom "modern gospel"-Album
im Ohr hat, wird dieses Werk besser verstehen und auch in etwa wissen,
wie es klingt...

Neben schönen Fotos und einer guten Gestaltung findet man alle Liedtexte
im Beiheft. Außer einigen deutschen Klassikern erklingen auch zwei
englische Weihnachtslieder (inkl. dt. Übersetzung). Dabei wurde "O
Messiah" von Danny neu komponiert und getextet. "'Twas in the
moon of wintertime" dagegen ist eine Aufnahme des ersten kanadischen
Weihnachtsliedes, welches im 16. und 17. Jahrhundert entstand. Daneben
erklingen auch solche Schätze wie "die Nacht ist vorgedrungen"
von Jochen Klepper und "ich steh an deiner Krippen hier" von
Paul Gerhardt und Johann Sebastian Bach. Das Titellied "Wunder über
Wunder" ist eine hervorragende weitere Neukomposition vom Interpreten
und stellt Jesu Wundertat des Kommens auf die Erde und Sterbens am Kreuz
in den Blickpunkt. Es ist das Wunder der Rettungesinnung (vgl. Philipper-Brief,
Kap. 2, Verse 1-11), vor dem wir wirklich staunend stehen können
und anbeten - immer wieder neu.

Fazit: Ein musikalisch und inhaltlich wertvolles wie zeitloses Album.
Danny ist damit ein wirklich "großer Wurf" gelungen. Diese
CD werde ich jetzt jedes Jahr Weihnachten vorholen - ganz sicher! ;-)
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