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 Jill
Parr
"orbit"

( 2003 Christian Records / Gerth
Medien )
Neben Jill Phillips
und Jill Paquette bereits die dritte
"Jill" aus den USA innerhalb der christlichen Musikszene. Jill
Parr legt nun ihr neues Album "orbit" vor, erstmals bei dem
Label von Bob Carlisle, "Christian
Records". Zuvor hat sie aber bereits 1998 ihr selbstbetiteltes Debütalbum
bei dem christlichen Indie-Label "Absolute Records" herausgebracht.

Produziert wurde "orbit" von Brian Hardin, der einst 1996 unter
dem Projektnamen "Wonder In Blue" selbst ein (dance-orientiertes)
Album bei N*Soul Records veröffentlichte. Brian hat auch zusammen
mit Jill sowie dem christlichen Sänger Paul Alan die Songs geschrieben
- und die sind erstklassig! Dieses Trio war übrigens auch bereits
beim Debüt zusammen. Paul singt einige Background-Vocals; bei Brians
Vergangenheit ist es hingegen nicht gerade verwunderlich, daß er
sich neben dem Produzieren auch noch um die Keyboard-Parts bzw. das Programming
kümmerte...

Soundmäßig betrachtet liefert Jill auf ihrem Zweitling hervorragenden
Pop-Rock ab, der durchweg radiogeeignet ist. Die Lieder sind eingängig
und werden nie langweilig. Hinzu kommt ihre leicht angerauhte Powerstimme,
die besonders auch bei den ruhigeren Titeln ihre volle Bandbreite zeigen
kann (z.B. bei "this I know", # 3). Ein sehr interessantes Stück
ist das Cover von Sting, "if ever loose my faith in you". Über
dessen Liedtext mag man sich streiten können, aber musikalisch gelingt
die neue Version absolut!

Inhaltlich betrachtet gibt es im schön gestalteten Booklet hervorragende
Liedtexte zu lesen. Was man bei der Musik und den Photos von Jill auf
der Hülle schon merkt, setzt sich bei den Lyrics fort: Jill hat einen
gesunden Humor. Der Titelsong (# 1) vergleicht die Beziehung zu Jesus
mit dem Universum, und Seine Gnade mit der Erdanziehungskraft. "This
I know" (# 3) drückt aus, daß uns die Gewißheit
von Jesu Liebe trotzdem bleibt, egal welche Krisen uns im Leben "überrennen".
In "faith" (# 9) geht es um echtes Vertrauen zu Jesus, welches
sich nicht mit der Vernunft gleichsetzen läßt, und solide Basis
bei Lebenskrisen ist, sowie auch die Freiheit zum Gebet mit einschließt
- sehr interessante und Komplexe Gedanken! Besonders an Nicht-Christen
richtet sich die Pop-Hymne "what are you waiting for" (# 8),
wo das Hauptstatement lautet, daß es mit Jesus einen Retter gibt,
der das Leben völlig verändern kann.

Fazit: Eine herrliche Pop-Platte, die richtig groovt und überall
gute Laune verbreitet, wo sie aufgelegt wird. Nimmt man sich Zeit für
die CD kann man in den Texten noch dazu was mitnehmen im Glauben. Ein
Kauftip für alle, die eingängigen Pop-Rock mögen, so wie
ich ;-)
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