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Jill Phillips - ''writing on the wall''Jill Phillips
"writing on the wall"


   ( 2003 Fervent Records / Gerth Medien )

Nach Jill Parr und Jill Paquette ist die Namensvetterin mit dem Nachnamen 'Phillips' nun bereits die dritte Jill der christlichen Musikszene, die 2003 ein neues Album veröffentlichte. Nach ihrem Independent-Zweitling "God & money" vor zwei Jahren, wurde sie vor einigen Monaten überraschend von Fervent Records unter Vertrag genommen. Seit ihrem selbstbetitelten Debüt im Jahre 1999 bei Word Records, war sie der Szene ja erhalten geblieben, indem sie bei verschiedenen CD-Projekten (bei Labels sowie Independent) mit Songs mitwirkte. Nun liegt endlich wieder ein lieferbares volles Studioalbum vor. Dessen Cover und Hülle wirkt recht unscheinbar, doch die Inhalte sind es ganz und gar nicht. Jill liefert wieder einmal ein geniales Werk ab!

Produziert wurde "writing on the wall" von Matt Stanfield, ihrem Ehemann Andy Gullahorn sowie Jill selbst. Klanglich ist die Scheibe vielschichtig. Beispielsweise Nummer sieben, "wisdom", hat eine wunderschöne Mitsumm-Melodie. Der Einsteiger "wrecking ball" geht klasse ab an der Gitarre und hat einen tollen Mitsingrefrain. Überhaupt stimmt die Mischung der Songs: Es gibt fetzige Abgehtitel, teilweise richtig rockig, aber ebenso auch ganz ruhige Folk-Stücke zu hören. Sogar ein kleines Interlude erklingt, aber wie bei Jill gewohnt auch sehr sanfte Balladentöne, fast schon zerbrechlich wirkend, etwa bei "sacred" (# 11). Der wohltuend warme Singer/Songwriter-Folk auf diesem Silberling lädt genauso ein zum Träumen, wie zum aufmerksamen Hören auf die Texte. Als Gastmusiker wirkten unter anderem Matt Slocum (von Sixpence None The Richer), Ken Lewis, Scott Williamson (Produzent von FFH), Bebo Norman und Chris Donahue mit.

Die Lieder wurden alle bis auf "God believes in you" (# 10; von Pierce Pettis!) von Jill, ihrem Mann Andy bzw. von beiden zusammen geschrieben. In den lyrisch anspruchsvollen Liedtexten geht es um die Beziehung zu Gott, ebenso um zwischenmenschliche Beziehungen von Gläubigen - nicht immer offensiv, manchmal etwas verdeckt. Hier werden auch Zweifel und Nöte im Glaubens- bzw. Seelenleben angesprochen. Dennoch wird auf den Retter Jesus Christus verwiesen, wie etwa in "grace and peace" (# 4), wo der Hörer angesprochen wird, sich vom Blut Christi reinwaschen zu lassen.

Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Album! Fans von Carolyn Arends und Sixpence None The Richer sollten hier unbedingt mal reinhören.


—David Decker für CCM-Rezis, Oktober 2003

Daten:
12 Titel / 43 Min.
Musikstil: Folk-Pop/-Rock, Singer/Songwriter
Label(s):
2003 Fervent Records, USA / Gerth Medien, Asslar; online
Website: http://www.jillphillips.com

Wo kaufen?:
bestellen im Gerth-Shop...

weitere CDs - siehe Jill Phillips-Künstlerseite >>
 


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