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 Petra
"beat the system"

( 1984 Star Song Records / online
)
Das waren noch Zeiten, als John
Schlitt noch nicht bei Petra war… - Wer sang
denn damals? Greg X Volz natürlich! Es war sein letztes Studioalbum vor
dem berühmten Sängerwechsel, trotzdem zog er noch einmal alle Register.

Neben dem Titelsong - nun ein Allzeitklassiker - erklingen hier die Hits
"voice in the wind", das ergreifende "it is finished", das legendäre "God
gave rock and roll to you" (Cover von Ballard) sowie der erste Praise-Song
"Adonai" (Herr). John Lawry als neuer Keyboarder bestimmte den Sound auf
diesem Album besonders, denn seine Klangbasteleien waren neu für
die Gruppe. Manche Rezensenten sprachen schon von "Techno-Rock", um das
ausgefeilte technische Arrangement hervorzuheben. Eindrücklich demonstriert
dies der Science Fiction-Titel "computer brains".

Inhaltlich geht es oft um einen geistlichen Kampf, wie auch der Titel
bereits anklingen läßt. Damit wurde dem Konzept noch folgender Werke etwas
vorgegriffen. Auf jeden Fall sind die Texte auf gewohnt hohem Niveau,
von Bibelversen inspiriert und bis auf das eine Cover alle von Bob Hartmann
geschrieben und komponiert.
Zwei Fragen/Kritiken habe ich allerdings: Erstens, gab Gott wirklich den
Rock´n´Roll, oder ist es nicht doch eigentlich die Musik der Welt (Song
"God gave rock and roll to you")? Zweitens, finde ich den Text von "witch
hunt" gewagt und leichtfertig. Der Begriff der Hexenjagd erscheint mir
hier überzogen; ebenso stimmt der Hinweis, die Waffen anzulegen, statt
zu beten, nachdenklich.

"Beat the system" war das Petra-Album, welches den 80er-Jahre-Sound dieser
Band wohl am ausgeprägtesten mit definierte. Es finden sich hier zahlreiche
Elemente, die auf den folgenden Platten abgewandelt wieder auftauchten.
Im 21. Jahrhundert einem Klangtest unterzogen, wird deutlich wie zeitlos
diese Musik wirklich ist. Und dies nicht nur, weil die 80er Jahre gerade
wieder im Trend liegen.

Fazit: Dieses Werk gehört unumstritten zu den besten Alben dieser Band
- und das bis heute!
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