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![P.O.D. [Payable On Death] - ''youth of the nation (single)''](../../cover/pod-yotn.jpg) P.O.D.
[Payable On Death]
"youth of the nation" (Single)

( 2002 Atlantic / eastwest; 'Plattenläden';
online )
Nach einer kommerziell relativ erfolgreichen Single in
den offiziellen deutschen Single-Charts (Media-Control) rollt der Nachfolger
strategisch gesehen etwas zu spät an. Das gibt es nicht alle Tage,
daß sich ein Hard-Rock-Stück in den Top 20 behaupten kann,
nun soll dieser Erfolg gleich noch einmal erreicht werden. P.O.D. wurden
von eastwest und anderen Kriegern medial mit allen erdenklichen Mitteln
hochgebracht, ähnlich wie zuvor in den Staaten.
Um die Debatte der letzten Wochen noch einmal aufzugreifen: P.O.D. kann
ich beim besten Willen nicht als christliche Band bezeichnen, denn sie
widersprechen der Bibel in vielen Punkten. Terry Watkins von 'Dial The
Truth Ministries' hat eine beispiellose
und kritische Untersuchung über diese Band vorgelegt, auf die
ich hier nochmals ausdrücklich verweisen möchte.

Mit der zweiten Single für Deutschland bzw. Europa geht der Kommerzschub
(man kann auch "hypen" oder "pushen" dazu sagen) noch
einen Schritt weiter, neben zu erwartendem starken Radioeinsatz gibt es
eine Beteiligung bei der Pro Sieben-Serie "Mission: Germany"
als Mottolied. Naja, das sind dann die treuen Nu-Metal-Acts, die eigentlich
von dem ganzen Gehabe des Pop-Geschäfts nichts halten. Das ich nicht
lache.
Rein musikalisch gesehen, ist der Titelsong poppiger als "alive",
und zudem viel hymnischer. P.O.D. wollten eine Hymne für die junge
Generation heute schreiben. Interessant wird der Track durch den Einsatz
eines Chores beim letzten Refrain, dadurch wird einiges rausgeholt. B-Seite
auf der CD ist eine "halbe Akustiversion" von "alive",
die sich praktisch nur durch ein paar Akustikgitarren von der Albumversion
unterscheidet.
Eines besonderen Kommentars bedarf Track Nummer drei, "Sabbath":
Mir gefällt der Titel überhaupt nicht. Dieses Instrumental bedient
lediglich die typischen Klischees harten Rocks ohne irgendeine Innovation
zu bieten. Wie einige andere Medien bereits schrieben, "huldigen
P.O.D. ihren großen Vorbildern: Black Sabbath" (Zitat, Pro
Sieben). Jene Band war jedoch eine der satanischsten Gruppen der Rockmusik
überhaupt. Wie kann eine Gruppe wie P.O.D., die vorgibt christliche
Botschaft zu verkündigen, sich solche Vorbilder aussuchen? P.O.D.
fällen damit bereits selbst ein Urteil über sich!

Was die beiden Liedtexte betrifft,
so konnte ich überhaupt keine christlichen Inhalte ausmachen. - Was
nützen dann eigentlich Chartsplatzierungen, wenn die entsprechenden
Songs keine Aussagen bieten, obwohl doch P.O.D. immer vorgibt, jemanden
"erreichen" zu wollen? - Nach dem 11. September 2001 wurde versucht,
den Titelsong entsprechend auf "Opfer" und "Jugend"
hin zu interpretieren, was ich jedoch für zu gewagt halte. Luschig
finde ich den Refrain, der x-mal nur eine einzige Textzeile wiederholt.
Langweiliger und einfallsloser geht's ja fast schon nicht mehr. "Alive"
hat wie bereits gesagt, auch keine Substanz zu bieten.

Randbemerkung: Auch das Video zum Titelsong (jedoch nicht auf der
Single enthalten!) ist wieder kontrovers: Regisseur ist Paul Fedor gewesen,
der bereits für fragwürdige säkulare Gruppen wie Alice
In Chains, und im besonderen auch für den antichristlichen Interpret
Marilyn Manson drehte. Mußte es sein, daß P.O.D. wieder mit
solch umstrittenen Leuten zusammenarbeiten? Der Videoclip an und für
sich, ist "dezenter" als der für "alive". Das
Rebellische fehlt fast völlig, dafür kommt das hymnische des
Songs besser rüber. Die vielen Bilder der Jugendlichen und eine Art
"Jugendgospelchor" am Ende des Tracks sollen wohl ein Wir-Gefühl
ausdrücken. Alles in allem kann ich dem Clip aber keine christliche
Botschaft in irgendeiner Form abgewinnen.

Fazit: Wegen einem musikalisch annehmbaren Titel kauft man sich
keine Maxi, noch dazu wenn man den Song auch auf dem Album findet. Auch
aufgrund der anderen bereits genannten Gründe, die gegen P.O.D. sprechen,
kann ich diese Single nicht empfehlen.
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