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 John
Reuben
"are we there yet?"

( 2000 Gotee Records / Gerth Medien
)
John ist einer der wenigen
weißen MC's in der HipHop-Szene und dann auch noch Christ! Damit ist man
schon ein Unikum. Auf seinem Debutalbum legt er relaxten, chartstauglichen
HipHop vor, der mit einigen Elementen aus Rock und Pop aufgepeppt wurde.
Die Raps kommen nur mit mittlerer Geschwindigkeit und sind somit noch
gut verständlich. Meistens gibt es dazwischen sahnige Refrains. Gut, auf
die Dauer ist der Songaufbau etwas eintönig und einiges wiederholt sich.
Dies ist aber keineswegs ein Manko, sondern bei einem Debut zu verschmerzen
und der HipHop ist nun mal durch die endlosen Beats gekennzeichnet. Insgesamt
überzeugen die Stücke durch ihr Pop-Appeal. - Auch als Nicht-HipHopper
(wie meinereiner) kann man sich die Platte gut bis zum Ende antun!
Textlich hat John einiges zu erzählen. Er versucht die Sachen mit Gott
und Glauben seiner Generation und Szene nahezubringen. Somit wird auch
verständlich, wenn es an manchen Stellen etwas lockerer wird. Andererseits
hätte ein deutlicheres Bekenntnis an den entsprechenden Stellen sicher
noch besser getan.
Meine beiden musikalischen und inhaltlichen Favoriten sind eindeutig der
erste und der lezte Song der Platte. Bei "divine inspiration" (# 1) ist
ein gewisser Alan Auguste mit von der Partie und es geht um die 'göttliche
Inspiration' in allem, was wir tun. In "God is love" (# 13) geht es natürlich
darum, daß Gott die Liebe ist. Hier darf der dc Talker Toby
"TobyMac" McKeehan wieder mal richtig mitrappen und beide
werden durch den Groove einer Akustigitarre angetrieben. Das ergibt dann
den besten Track der Platte - ein feines Stück PopHop.
HipHop hat nichts mit schwarzer Hautfarbe zu tun, sondern ist eine Lebens-
und Herzenseinstellung. John Reuben hat dies kapiert und frisch in die
Tat umgesetzt. Und deshalb ist auch seine erste CD eine Empfehlung wert!
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