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 Matt
Redman
"facedown"

( 2004 Survivor Records / Gerth
Medien )
Vor zwei Jahren erschien das letzte Album von Matt
Redman, nun war es einmal Zeit für etwas Neues. Zwischenzeitlich
arbeitet Matt nicht mehr bei/ für 'Soul Survivor' in England, sondern
widmet sich verschiedenen neuen Aufgaben. Geblieben ist sein Engagement
für die Lobpreis-Bewegung. Jede Menge neue Songs hat er geschrieben
- genau diese wurden nun im Januar 2004 live aufgenommen und liegen hier
als Album vor. Die Aufnahmen fanden während eines Songschreiber-Treffens
im US-Bundesstaat Georgia in einer Kirchgemeinde statt. Es ist eben kein
neues Studioalbum, sondern ein live-Album geworden, aber mit - bis auf
eine Ausnahme ("worthy, You are worthy" von 1999) - alles neuen
Stücken!

"Facedown" ist klassischer Matt Redman-Stoff, allerdings manchmal
etwas anders verpackt, wie gewohnt vom eigentlich so unscheinbaren Briten.
Richtig rockig ist er geworden, kein Vergleich mehr zu den Alben der 90er
Jahre von ihm. Sei es nun dem live-Sound geschuldet oder nicht, sicher
liegt es auch am neuen Produzenten Nathan Nockels von Watermark.
Lese ich bei dieser live-Platte "Produzent", gehe ich von einer
Nachbearbeitung im Studio aus. Und ich denke das hört man auch: Alles
klingt blitzsauber auf den Punkt! Treibender Gitarrenrock und melodiöser
Pop und natürlich auch die simplen Balladen von Matt: das alles bietet
dieses Konzert auf CD. Mitgewirkt haben als musikalische Gäste David
Raven und Terl Bryant (ex-Iona!) am Schlagzeug
und Percussion, John Ellis von Tree63 an der E-Gitarre sowie Christy Nockels
(Nathans Frau, ebenfalls von Watermark) am Backgroundgesang. Daß
Matt und seinen Kollegen der Konzertabend Spaß gemacht hat, zeigen
unter anderem die zwei spontanen Aufzeichnungen "lead us up the mountain"
(# 8) und "raise a voice" (# 12), die unvermittelt die Feieratmosphäre
rüberbringen.

Inhaltlich bietet die CD einen Spagat zwischen Gemeinschafts-Lobliedern
auf der einen und vertrauten persönlichen Gebeten auf der anderen
Seite. Hier hat sich bei Matt nicht viel geändert. Zwar sind seine
Dichtungen oft sprachlich nicht mehr so genial wie einst; etwas "Routine"
scheint sich eingestellt zu haben, dafür hat er mehr unnötigen
Ballast und etwas Schwärmerei abgeworfen und sich zunehmend auf die
biblische Grundbasis besonnen. Es geht um Anbetung in Gemeinschaft, um
das erlösende Blut Jesu Christi, um die Würde und das reine
Licht des einen Herrn. Der Titelsong (# 9) und das passend umgesetzte
CD-Coverbild drücken eine tiefe Demut sowie Ehrfurcht vor einem heiligen
und gerechten Gott aus. Es erinnert uns, daß viele Gebetssiege schon
auf Knien errungen worden sind - und sicher noch werden! "Mission's
flame" (# 11) ist eine Perspektive auf Offenbarung Kapitel fünf,
Verse neun und zehn, wo das neue Lied beschrieben wird, das einmal alle
Erretteten aus allen Völkern und Stämmen singen werden. Matt
meint, dies sollte ein konkretes Ziel von Mission sein. Das abschließende
Lied "if I have not love" (# 13) faßt nach 1. Korinther
13 zusammen, daß die Liebe in der Beziehung zu Jesus essentiell
ist, sie ist der Motor!

Fazit: "Facedown" ist keine Revolution in Sachen Worshipmusik,
aber es bietet grundsolide Songs in guter Atmosphäre dar. Musikalisch
hätte man aus dieser live-Aufnahme sicher noch mehr herausholen können,
doch auch so kommen die zentralen inhaltlichen Anliegen beim Hörer
an: Gott wünscht sich demütige Anbeter, die aus Liebe zu Ihm
auf die Knie gehen und Seinen Namen groß machen.
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