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 Red
Barchetta
"ich sag was"

( 2001 Pleitegeier Records / Asaph
Musik )
Endlich gab es nach zwei langen Jahren den Nachfolger
zu "deine kleine Welt". Und
wieder sorgte die Berliner Crossover-Combo für klare Verhältnisse
an der Soundfront. Jetzt kam alles noch professioneller produziert und
erstmals auch bei einem "richtigen" Label daher. Na wenn das
nix war!

Auf dem Zweitlingswerk der Fünfmannkapelle trafen Rock, Ska, Hip-Hop
und ein klein wenig Metal auf - nunmehr ausschließlich - deutschsprachigen
Sprechgesang. Red Barchetta ist musikalisch
reifer, experimentierfreudiger und offener geworden. Das Album klingt
also etwas anders als der Vorläufer, trotzdem unverkennbar nach Red
Barchetta. Neuzugang Björn "Big Burn" Logge beispielsweise
kann seine Samples passend und lustig plazieren, was dem ohnehin nicht
schmalspurigen Sound eine neue Dimension hinzufügt.

Die Texte sind wirklich hochoriginell, wenn auch oft sperrig, dafür
jedoch mit hohem "Durchgeknalltfaktor". Zwar ist Frontmann und
Hauptdichter Axel "Fischakahn" Fischer kein so typischer Querdenker,
meine ich, hat aber immer interessante Analysen und Statements auf Lager.
Auch seinen christlichen Glauben flechtet er hier und da mit ein. Bisweilen
knallen die Songs sehr spontan und druckvoll rein, andermal auch wieder
etwas nachdenklicher "durch die Hintertür". - Ach so, es
gibt ja auch wieder einen Videoclip auf CD-ROM-Spur, und zwar zum Song
"super, man!". Scheint ja nun fast schon zur Tradition zu werden
bei der Gruppe.

Fazit: Gut das Red Barchetta wieder was gesagt haben, noch besser, daß
sie's gleichmal noch gerappt und gesungen haben. Hier wartet eine außergewöhnliche,
rockende, deutschgetextete Platte auf jeden Rock- und Deutsch-Rap-Fan!
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