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 Waltraud
Rennebaum & Ensemble SHOSHAN
"Jerushalaim - Messianisch-hebräische
Lieder"

( 2002 cap! music / Gerth Medien
)
Zwar ist diese CD bereits mehr als zwei Jahre auf dem
Markt, aber das wäre kein Grund, sie nicht hier vorzustellen. Ganz
im Gegenteil! Der Verlag bewirbt die Platte übrigens mit den Worten
"die schönsten messianischen Loblieder Israels, originalgetreu
und sensibel interpretiert". Dem kann man sich nur anschließen,
wenn man sie einmal gehört hat.

Inhaltlich steht die Musik unter dem Blickwinkel auf Jerusalem, daher
auch der Albumtitel "Jerushalaim". Als alte und neue Hauptstadt
Israels ist sie doch eigentlich die Stadt des großen Königs,
Gottes Stadt. Ihre heilsgeschichtliche Funktion können wir aus Gottes
Wort entnehmen; diese CD unterstreicht das - nur auf eine etwas andere
Art und Weise.

Waltraud Rennebaum und das Ensemble SHOSHAN präsentieren
auf "Jerushalaim" neben Klassikern auch einige Eigenkompositionen.
Zu manchen der bekannten Stücke wurden deutsche Texte gedichtet.
Das CD-Booklet enthält neben alle hebräischen Texten auch die
deutschen Übersetzungen sowie viele Erläuterungen und Fotos
von Jerusalem. Zumeist wurden die Lieder direkt von alttestamentlichen
Bibelstellen inspiriert, besonders den Psalmen. Es sind Gebete von Herzen
zur Ehre Gottes, zu Seiner Anbetung. Dabei paßt die bildreiche,
emotionale Sprache sehr gut zum musikalischen Stil.

Die Arrangements sind im typischen israelischen Folklore-Stil gehalten,
wie gesagt sehr sensibel, nie aufdringlich. Raimund Rennebaum am Piano
bzw. Keyboard und Heike Zehe an den Querflöten leisteten zusammen
mit einigen musikalischen Gästen (an Cello bzw. Violoncello) sehr
gute Arbeit an ihren Instrumenten. Man wird unweigerlich in die, den Juden
eigene, Ausgelassenheit, Lebensfreude aber auch Besinnlichkeit mit hineingenommen.
Die Klänge stecken an! Und das gute daran: diese Anbetung gilt dem
Messias, dessen Leiden am Kreuz auch Gegenstand der Lieder ist. Es ist
eine Freude, wenn messianische Juden von Herzen ihren Herrn anbeten. Sie
wollen das auf die typisch hebräische Weise tun, wie ihre Vorfahren,
zum Beispiel zur Zeit Davids. Im Beiheft heißt es ferner: »Diese
Lieder sind für uns Christen eine Brücke, die uns hinführt
zu den Wurzeln eines zutiefst hebräisch geprägten Glaubens.«
- Hoffentlich benutzen noch viele diese "Brücke"!

Fazit: Hier hört man 16 zu Herzen gehende Lieder. Die gleichsam kindliche,
leidenschaftliche Anbetung mit den tiefen geistlichen Zusammenhängen
und die traditionelle, aber sehr natürliche, musikalische Ausdrucksweise
ergeben zusammen berührende Musik. Wie sagte es einst der Psalmist?
- 'Lobe den Herrn, meine Seele!' So sei es.
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