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 Kristy
Starling
"kristy starling"

( 2003 WBR Christian / bv-music
)
Kristy Starling ist aus einer TV-Talenteshow als neuer
Star hervorgegangen. Geschehen in den USA, wo man mit dem ganzen Popstar-Thema
etwas unbefangener und natürlicher umgeht als hierzulande. Allerdings
bleiben den Amis auch Peinlichkeiten wie etwa DSDS (Dieter sucht den Superstar...)
erspart. Kristy hätte das aber kaum nötig gehabt, konnte sie
doch bereits hammermäßig gut singen, war eine lokale Berühmtheit.
Mehr oder weniger aus Spaß meldeten ihre Familie, Bekannte und Verwandte
sie immer wieder bei irgendwelchen Gesangswettbewerben an, wo sie sich
häufig durchsetzen konnte. Denn Singen ist für sie was ganz
natürliches, normales und eine freudige Angelegenheit. Durch so eine
"indirekte" Anmeldung kam sie dann auch im Jahr 2002 zur Talenteshow
im Fernsehen, wo sie den zweiten Platz belegte und einen Plattenvertrag
bekam. Da die Leute mittlerweile mitbekommen hatten, daß Kristy
an Gott glaubt, wurde sie im Musik-Konzern Warner gleich an die fromme
Unterabteilung "WB Christian" weitergereicht, wo ihr Debüt
seit Ende 2002 Konturen annahm. Zur Seite gestellt wurden ihr Meisterproduzent
David Foster, des weiteren Richard Marx (!), Peter Kipley, Billy Mann
und Dan Muckala.

Kristys helle Stimme begeistert vom ersten Ton weg und ist ihr Markenzeichen
- wie sollte es auch anders sein. Singen ist Kristys Leben und das kann
sie perfekt. Deshalb kann man auch darüber hinwegsehen, daß
Songs und Produktion von anderen Profis "angeliefert" wurden.
Nur die allerbesten und bekanntesten (christlichen) Studiomusiker aus
Nashville waren bei der Einspielung der Platte beteiligt. Zu hören
gibt es Edel-Pop mit einer starken balladesken Schlagseite - also genau
das Richtige für Fans von Cindy Morgan,
LeAnn Rimes, Faith Hill, Celine Dion
und der frühen Mariah Carey...

Bei den Songs fällt vor allem die erste Hammerballade "broken"
(# 3) sofort auf: Geschrieben wurde sie vom (Soul-) Newcomer bei Rocketown
Records, George Rowe, für mich ist es das beste Stück der
Platte. Eingesungen mit einem atemberaubenden Soul-Vibratio und einem
riesigen stimmlichen Volumen kann aber auch der Text überzeugen,
wo es um Zerbruch des Stolzes vor Gott geht. Pop-Freaks werden es vielleicht
beim durchlesen des Booklets bemerken, Kristy hat auch vier Coverversionen
am Start. Für Talenteshow-Teilnehmer ja durchaus ein "Muß".
So interpretiert sie "I need you" (# 10) von LeAnn Rimes, "to
where you are" (# 8) von Richard Marx und "there will come a
day" (# 4) von Faith Hill mühelos auf höchstem Niveau.
Von diesen Songs aus der säkularen Szene kann man textlich halten
was man will, es bleiben klasse Songs. und Gerade "I need you"
ist ein tiefgläubiger Text! Kristy covert aber auch ein typisches
CCM-Stück, und zwar das gospelige "must have been angels"
(# 9), im Original von Anointed. Meine
Anspieltips sind der rockende Einsteiger "water", die Wahnsinnsballade
"broken", das hymnische "there will come a day" sowie
das bereits erwähnte "I need you".

Textlich könnte das Album aus christlicher Sicht oft viel deutlicher
werden, es ist unverständlich, daß Kristy hier hinter den Berg
hält. Wahrscheinlich liegt es daran, daß die Lieder alle von
anderen geschrieben wurden. Trotzdem gibt es einige starke Aussagen, die
auch auf den Glauben hin ausgelegt werden können: In "water"
(# 1) geht es darum, daß Gott das Wasser des Lebens ist und uns
alles wird. Persönliches Gotteslob singt Kristy in "something
more (I need to praise you)" (# 5), und in "all for you"
(# 7) wird ausgesagt, daß alles, was sie tut für Gott ist,
ihre Hoffnungen, ihre Träume, das ganze Leben.

Fazit: Kristys Stimme ist das Markenzeichen dieser Platte, ihr Gesang
ist der Hammer, einfach perfekt. Die Arrangements könnten vielleicht
noch einen Hauch origineller sein, sie sind aber eingängig, radiogen
und stellen Kristys Vocals immer in den Vordergrund. Wer auf außergewöhnliche
Pop-Stimmen steht, sollte hier unbedingt zugreifen!
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