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SonicFlood - ''sonicpraise''SonicFlood
"sonicpraise"


   ( 2001 Gotee Records / bv-music )

Seit 1999 räumten SonicFlood ab. Quirlig-groovige Rockmusik zu altbekannten Worship-Titeln. Das mußte einschlagen. Die frommen Sommerfestivals für das Jahr 1999 in den Staaten und Europa waren gesichert. Ein live-Album kündigte sich von der Truppe an...
Eigentlich sollte diese CD im Jahr 2000 erscheinen, unter normalen Bedingungen. Doch was ist schon normal, wenn plötzlich Mitglieder eine gehypte "Erfolgsband" verlassen? Jeder wollte ein Stückchen von dem Kuchen (Geld). Es hatte gekracht in der Band, über was man sich stritt, ist bis heute nicht ganz klar. Nur soviel: Die Rechte am Bandnamen waren es auch. Und um Personen ging es ebenfalls, heute wird viel auf jetzt-noch-Sonicflood'ler Rick Heil abgeladen. Ich persönlich bezweifle jedoch eine Alleinschuld. Eine Band besteht immer aus mehreren Mitgliedern.
Passiert ist es nun alles, und das Leben geht weiter. SonicFlood gibt es in neuer Besetzung und bei neuem Label. Die alten Bandleute haben erneut ihr Auskommen bei anderen Projekten und es läuft wieder. Genug geklärt, um nun endlich das langersehnte live-Album 2001 zu veröffentlichen. Besser spät, als nie.

Gefreut hat mich, daß es hier jede Menge Material vom 1999er Flevo Festival aus den Niederlanden zu hören gibt. Sogar die Ansage wurde in holländisch mit auf CD gepreßt! Alle Achtung vor den Amis, die so großzügig zu den Europäern waren. Als zweite Gelegenheit diente ein Konzert vom Oktober 1999 in Nashville, sozusagen ein Heimspiel. Immer ist die Klangqualität hochwertig, die Nachbearbeitung im Studio hielt sich offenbar in Grenzen. Live-Feeling kommt genügend rüber.
Und da sind sie wieder die Pop-/Rocksongs mit Hitparaden-Feeling. Genau dies ist der Fakt, der der Band solch einen Berühmtheits-Status einbrachte: die massenkompatiblen, mitreißenden Klänge. Aufgrund der kurzen Bandlebensdauer wird zur Hälfte das selbstbetitelte Debütalbum wiederholt. Dazu gibt es vier weitere, bekannte Worship-Lieder, sowie einen spontanen Track. Positiv anzurechnen ist die mit 73 Minuten voll ausgenutzte Spielzeit. Ob man unbedingt einen abermaligen Aufguß der Stücke "did you feels the mountains tremble" (Original delirious?) und "Lord, I lift your name on high" (Original Rick Founds) spielen mußte, darf jeder selbst fragen. Ich finde sie überflüssig (trotz handwerklich guter Ausführung) und hätte lieber neues Material gehört!

Größter Nachteil des Albums ist das Fehlen der Liedtexte im Beiheft! Was nützt die schönste Fotosammlung und Auszüge aus Fanbriefen, wenn man nicht weiß, was die Herren singen? Bekanntermaßen versteht man bei einem Konzertmitschnitt weniger vom Gesang als bei einer Studioaufnahme. Hier nuschelt der Sänger manchmal erheblich. Besonders der Inhalt des spontanen Songs hätte mich interessiert. Teilweise fehlen sogar die Copyright bzw. Songschreiberangaben, was bei einem Label wie Gotee einfach nur Schlamperei ist.

Fazit: Braucht man dieses live-Album unbedingt? Nein, live-Aufnahmen gibt es bessere. Braucht man es als SonicFlood-Fan? Sicher! Und als Worshipper? Mal reinhören... Wer die Formation einst auf der Bühne in Europa sah, bekommt hier eine tolle Erinnerung nachgereicht.


—David Decker für CCM-Rezis, Dezember 2001

Daten: 12 Titel / 73 Min.
Musikstil: Modern-Rock, Pop - Praise & Worship, live
Label(s): 2001 Gotee Records, USA / bv-music, Haan
Website: http://www.sonicflood.com

weitere CDs - siehe SonicFlood-Künstlerseite >>
 


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