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Grelle Sonne in der Wüste, trockener Boden und mittendrin
ein Kamerateam. So sieht das Cover aus, während Texte und Fotos schwarz-weiß
sind. |
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Sternenflieger-neunundfünzig setzen wieder zur Landung an. Diesmal liefern sie ihr neues Album "leave here a stranger" aus. Nachdem der 1999er Vorgänger "everybody makes mistakes" großen Anklang fand, wurde es auch endlich Zeit dafür. Die echten Fans bekamen trotzdem mit dem Box-Set "easy come, easy go" schon vorher ein echtes Sammlerstück zugeschanzt ;-) Starflyer 59 machte mal Noise-Rock, bzw. ganz schräge Alternative-Musik, der allerabgefahrendsten Sorte. Da hat sich im Laufe der Jahre einiges gewandelt. Aus dem Rock wurde inzwischen Pop. Abgefahren sind sie noch immer ein bißchen, aber eigentlich sind sie jetzt Profis im Geschäft und sie haben praktisch seit drei Alben ihren Stil gefunden. Sowas ist wichtig, trotz aller Experimente, die noch immer laufen. Solch eine wunderschöne "Pop-Musik" findet man selten heutzutage. Die Beats schweben leicht daher, durch die leicht zerbrechliche Stimme von Frontmann Jason Martin wird man aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Was alles verbindet, ist das ziemlich melancholische Feeling des ganzen Sounds. Doch dies alles, ohne depressiv zu sein, denn dafür sind die Melodien einfach zu fröhlich. Hin und wieder darf die Gitarre auch mal richtig kratzen (wie z.B. in "things like this help me"), um klarzustellen, daß die Band auch wirklich zum Label Tooth & Nail Records gehört... Ob die Texte immer ernst gemeint sind, bzw. irgend einen tieferen Sinn haben, darf bezweifelt werden (es sind schließlich auch nur Songs...). Auf jeden Fall entsteht laut Booklet ein Widerspruch zwischen den Texten und den Danksagungen. In letzteren steht nämlich allein: "alles Lob und alle Ehre Jesus Christus unserem Herrn und Retter". Das klingt ehrlich und ich will es glauben. Allerdings könnten böse Zungen behaupten, dies sei gerade das erforderliche Pflichtprogramm, um auch weiterhin in christlichen Buchläden auftauchen zu dürfen. Denn in den Songs selbst findet sich von alledem nichts wider. Lediglich die eine Äußerung "Gods men of before" in "give up the war" (# 4) läßt fromme Interpretionen zu. Gut, ich will mal nicht so sein, hier und da gehen die Lyrics tief und zwischen den Zeilen erfährt man viel vom Leben und den Frust, den es auch manchmal bereit hält (und den auch Christen erleben). Fazit: Musikalisch genial, textlich ausbaufähig sind Starflyer 59 mit ihrem sechstem Album wohl die ausgereifteste, dennoch experimentellste christliche Band, die "schräge Musik" macht. |
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Musikstil: Noise-Pop Label(s): 2001 Tooth & Nail Records, USA / Gerth Medien, Asslar; online Website: http://www.starflyer59.net / Fan-Site Wo kaufen?: bestellen im Gerth-Shop... |
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