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 steve
"falling down"

( 2001 Forefront Records / bv-music
)
Steve kommen von der britischen Insel. Es ist eine Band
und kein Solokünstler! Früher hießen sie mal "bleach", weil aber damals
das Plattenlabel Forefront Records (aus den USA) eine gleichnamige (und
etwas bekanntere...) Band unter Vertrag hatte, wurde eine Namensänderung
unumgänglich. Und am Ende ist die Gruppe auch noch bei eben jener Firma
gelandet, lustig nicht?
Ich kenne steve's Musik bereits seit 1998 als ihre "braune EP" (die selbstbetitelte)
mit vier Songs erschien. Das war damals großartiger Brit-Pop, unheimlich
ansteckend...

"Falling down" ist nun endlich das volle Debütalbum von steve. Der Sound
entspricht jetzt viel mehr den Live-Klängen der Band. Es ist erstmals
eine richtig ordentlich gemachte Scheibe mit einem viel größeren Budget
und anerkannten Produzenten - im Vergleich zu den ganzen EPs und Demos
der Truppe. "Zealous core" (#1) klingt wie eine neugesampelte Version
des schon bekannten Songs "this side up" von der selbstbetitelten EP:
dieselbe Melodie nur mit anderem Text und etwas überproduziert...
Nach der Ballade "smile" (# 7) geht für mich das Album fast noch einmal
los, denn der Sound wird plötzlich frischer und abwechslungsreicher. Und,
steve beglücken uns wieder mit einer Piano-Ballade, "I'm here" (# 10)
- ähnlich dem genialen "daydreamer" von der braunen EP. Die restlichen
Lieder dazwischen repräsentieren crunchig-fetzigen Rock, alles handgemacht.
Mit "mellow" steht am Ende ein sehr atmosphärischer Song, der sich über
sechs Minuten lang mit anfänglich ruhigem, zuletzt treibendem Gitarrenspiel
förmlich "dahinwälzt".
Insgesamt kann ich sagen, daß die Jungs weit besser aufspielen als viele
ihrer amerikanischen Kollegen. Der Sound ist kreativ, aber auch handwerklich
voll in Ordnung. Meine Anspieltips sind das poppig-flippige "divine design"
und die Superballade "I'm here" (# 10).

In den Texten hat die Band so einiges zu sagen. Die Verse gehen tief.
Das wörtliche Bekenntnis hätte vielleicht noch deutlicher ausfallen können,
dennoch kann man sie klar als christliche Band identifizieren. Viele der
Texte könnten auch als Worship aufgefaßt werden (z.B. "majesty", # 3).
Einige Lieder wirken sehr nachdenklich, doch bei weitem nicht melancholisch
oder depressiv!

Fazit: Ein bemerkenswertes Debüt von den Briten. Nach dem zweiten oder
dritten Komplettdurchlauf wird man mit diesem Album so richtig warm! Unbedingte
Kaufempfehlung an alle BritPop-/ModernRock-Fans.
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