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 Smalltown
Poets
"third verse"

( 2000 Ardent, Forefront / Alliance
Music )
Schüchtern als "dritter Vers" betitelt, gibt es auf dem
dritten Werk der aus Atlanta (USA) stammenden Band natürlich weit mehr
als nur einen einzigen Liedvers zu hören.
Die Melodien der zehn Lieder werden getragen von der akustischen Gitarre,
den Keyboards und dem meist etwas gedämpften Schlagzeug. Es gibt viel
Folk-Rock zu hören, der manchmal etwas an die Südstaatengefilde rund um
Nashville erinnert, genauso wie ab und zu an solche College-Rocker vom
Schlage Jars Of Clays. Daran hat natürlich auch der Gesang von Michael
Johnson seinen Anteil, dessen Stimme sympathisch nach dem 'netten Jungen
von nebenan' klingt. Meist sind die Klänge sehr rootsig, wie bei den Abgehrockern
"every reason" (# 1) und "100 billion watts" (# 10). Doch es wird auch
sanft, wie beispielsweise bei "beautiful, scandalous night", was fast
schon eine Hymne ist und förmlich nach einer Mundharmonika bettelt...
Auch gut gefallen hat mir "clean" (# 4) und "that line" (# 9).
Thematisch ringen die "Kleinstadt-Dichter" mit Themen wie 'Glauben inmitten
des Zweifels', 'Vergebung inmitten von Schuld' sowie 'scharlachroter Sünde
und einem schneeweißem Gewand'. Lyrisch sind die Poeten wirklich ungewöhnlich
begabt und machen ihrem Namen alle Ehre. Nur stellt sich die Frage, warum
dann ausgerechnet (der auch begabte) Steve Hindalong von The Choir noch
einen Text beisteuern mußte?
"Third verse" ist auf jeden Fall die logische Weiterentwicklung in der
Bandgeschichte. Die Musik des Albums ist genau das Richtige für Freunde
handgemachten Rocks, sie lädt ein zum stillen Genießen an einem schönen
Herbsttag...
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