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Switchfoot - ''learning to breathe''Switchfoot
"learning to breathe"


   ( 2000 Re:Think/Sparrow; Fierce! / Asaph Musik )

Switchfoot sind drei Jungs aus Kalifornien. Und da alle Kalifornier etwas anders als die andern sind, unterscheiden sich auch Switchfoot von herkömmlichen Bands. Sowohl musikalisch als auch textlich sind sie unheimlich kreativ und originell. In kurzweiligem, energiereichem Modern Rock verstecken sie tiefe, theologische Ideen in einer Art, die jeder leicht verstehen kann. Zwei Songs handeln von "Movement" ("Bewegung"), womit sie die Verantwortung eines Christen meinen, sich durch Veränderung und Wachstum zu einer engeren Beziehung zu Jesus Christus hinzubewegen. Ein anderer Titel dagegen dreht sich um die "Poparazzi", die Reichen und Berühmten.
Jeder der Songs, die zwischen "abgefahren" und "mittelstark" rangieren, groovt, überrascht und birgt etwas neues in sich. Insgesamt ist der Sound etwas massenkompatibler als die ersten beiden CDs geworden, was durchaus positiv zu bewerten ist.
Fazit: Diese Platte macht dank frischer Musik und ausgezeichneten Lyrics einfach Spaß. Nach CD-Ende muß man einfach wieder auf "Play" drücken.


—Michael Jung für komm! 2-2001


Damals, 1997 auf dem Flevo-Festival, sah ich Switchfoot auf der Hauptbühne spielen. Sie waren noch der absolute Newcomer, begeisterten aber schon mit ihrem kalifornischen Rock, ihrer unkomplizierten Art und ihrem Sinn für Humor. Viele Leute aus der Szene hatten ihnen aber keine allzu großen Erfolge vorausgesagt. Insgeheim dachte man wohl, nach der ´97er Debutproduktion "the legend of chin" würde Schluß sein mit dieser Truppe. Doch es kam ganz anders. Mit dem ´99er Album "new way to be human" meldeten sie sich ganz überraschend zurück - mit hervorragendem Songwriting und unverbrauchten Melodien. Und nun war es wieder an der Zeit für eine weitere Überraschung auf Switchfoot-Art: ein neues Album, das schon mit dem Cover sagt, Switchfoot ist ganz anders! Dieses Bild hat nämlich die Band selbst kreiert und nicht irgendsoein Werbegrafiker. Man sieht also, die Band hat so einige Talente außerhalb der Musik.
Aber wie klingt es nun, das dritte Album der Band? Auf jeden Fall noch gereifter als der Vorgänger. Das Songwriting ist noch besser geworden, die Arrangements hier und da wieder etwas kantiger. Einerseits spürt man einen Hauch mehr Melancholie und gleichzeitig Leidenschaft in den elf Liedern, andererseits läßt das Trio auch seinen Spaß am Rock heraus mit einem witzigen Text, wie zum Beispiel in "poparrazi". Überhaupt gehen die selbstgeschriebenen Texte an einigen Stellen sehr tief. Sie wollen Wegweiser sein, hier und da das eigene (Glaubens-) Leben neu zu überdenken.
Es ist wieder mal eine dieser Platten, die man einlegt, zu Ende hört und dann immer wieder auflegen muß - aus unbekanntem Grund. Switchfoot hat wirklich das gewisse etwas, sie sind irgendwie fesselnd. Oder ist es so, daß man sich vorstellen könnte mit diesen Jungs einfach mal abzuhängen, weil ihre Art noch so natürlich geblieben ist? Egal, ich jedenfalls gönne der Platte einen weiteren Durchlauf und lasse mir von Switchfoot lernen, wie man moderne Rockmusik "atmet"...

—David Decker für CCM-Rezis, September 2000

Daten:
11 Titel / 43 Min.
Musikstil: Modern-Rock
Label(s): 2000 Re:Think/Sparrow Records, USA; Fierce! Distribution, GB / Asaph
               Musik, Lüdenscheid; online
Website: http://www.switchfoot.com

weitere CDs - siehe Switchfoot-Künstlerseite >>
 


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