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 Kathy
Troccoli
"comfort"

( 2005 Reunion Records / Gerth Medien )
Ein Album voller Zuspruch und Trost

Die ähnliche Aufmachung der CD täuscht nicht: Nach "Draw
Me Close" legt Kathy Troccoli nochmals ein
Akustik-Album vor, das ganz von ihrer gezügelt kraftvollen Altstimme,
dem einfühlsamen Klavierspiel von Carl Herrgesell und der feinen
klassischen Gitarrenbegleitung von Mark Baldwin lebt. Diesmal ist kein
Cello zu hören, dafür steuern Lisa
Bevill und Angela Cruse ihre Stimmen bei. Wie die Sängerin im
Booklet schreibt, hat sie die 5 neuen und 7 neu interpretierten Stücke
für all jene zusammengestellt, die »nach
Spuren von Frieden und Ruhe in dieser verrückten Welt«
suchen. Daher der Albumtitel: Trost.

Allbekannt ist Carol Kings "You've Got A Friend" (# 3), das
Kathy Troccoli ausgezeichnet interpretiert, beschwingt und aufmunternd.
Es wird seit je gerne auf Gott bezogen, der auf unser Rufen hört
und uns zu Hilfe eilt, wo auch immer wir uns befinden. Dass Jesus Christus
aus Liebe zu uns am Kreuz starb, damit jeder, der an ihn glaubt (wie es
im Johannes-Evangelium heisst), nicht verloren geht und sogar Kind Gottes
heissen darf, verdeutlicht "That's How Much I Love You" (# 1).
Der künstliche Synthesizer-Ton der Version auf "Sounds of Heaven"
(1995) ist brillantem Pianoklang und luftigem Gitarrenspiel gewichen.
Wie durch einen Tränenschleier klingt anfangs "Help Me, God"
(# 5), das nächtliche Gebet einer einsamen Seele. Ebenfalls vom Album
"Love and Mercy" (1997) her bekannt sind "Water Into Wine"
(# 7) und "How Would I Know" (# 9), das nachdenklich in Moll
beginnt und dankbar auf vergangene Not zurückblickt, da genau dort
Gottes übermächtige Hilfe und sein Trost spürbar wurden:
»... Wie wüsste ich sonst, dass du einen Weg schaffen kannst, wo keiner ist?
Wie wüsste ich es, wenn ich nie deiner Hilfe bedürfte?
Bruder, ich weiss, was du durchmachst.
Schwester, ich weiss es, denn ich bin in deiner Lage gewesen.
Aber ich kann wahrhaftig sagen, dass ich weiss, wozu Gott fähig ist.«
Auf "Corner of Eden" (1998) wirkte ein ganzes Sinfonieorchester
mit – nun erschaffen in "Goodbye For Now" (# 8) allein ihr bald
raunender, bald zupackender Gesang und die wogenden, zunehmend triumphierenden
Klavierklänge eine Stimmung voll leiser Wehmut und Hoffnung. Viele
haben in diesem von Kathy Troccoli selbst geschriebenen Lied schon Trost
nach dem Verlust einer geliebten Person gefunden. Ebenso gefühlvoll
ist die Akustik-Version von "When I Look At You" (# 11). Dagegen
klingt im neuen "Morningstar" (# 2), einer an sich zeitlos schönen
Klavierballade in der Art so mancher von ihr oder Sandi Patty, der Gesang
stellenweise gar gepresst und kurzatmig. Erstmals von Kathy Troccoli eingespielt
wurden auch "I Believe In You, Lord" (# 6), das volksliedhaft-fröhliche
"Your Grace" (# 10) und das ruhige "In The Shelter Of Your
Wings" (# 4) von Carl Herrgesell und Israel Houghton. "You're
Still Here" (# 12) ist der perfekte Schluss dieser Liedersammlung
voller Zuspruch.

Fazit: "Comfort" ist erzählerischer und eine Spur lebhafter
ausgefallen als das Vorgängeralbum "Draw Me Close". Ein
besinnliches Musikerlebnis gegen Stress, Ängstlichkeit und Traurigkeit!
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