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 Linus
Troy
"seventeen" (Single)

( 2004 Tantrix Music / Sony /
'Plattenläden'; online )
Linus Troy legt hiermit seine
erste eigene Single vor, nachdem er zuvor in einer Rockband namens 'Mr.
Faithful' spielte. Wer bei seinem Nachnamen an vier mehr oder weniger
fantastische Erzähl- und Esoterik-Fetischisten aus Süddeutschland denkt,
liegt "leider" falsch. Warum er gerade "Troy" heißt, wird wohl unergründlich
bleiben; auf jeden Fall liegt die Assoziation "treu" nahe. Hey, logo!
;-) Denn das will er sich selbst nämlich sein und bleiben. So wurde seine
Musik auf das Nötigste reduziert: Unsinnige Effekte mit Keyboards und
große Chöre blieben draußen.

Geblieben ist die tiefe, rauhe Stimme des Interpreten und handgemachter
Modern-Rock, der bisweilen richtig radiotauglich klingt. Der Titelsong
hat was, auch nach mehrmaligem Hören, bietet Alternative-Rock-Elemente,
außerdem genug aus dem Pop, damit es die breite Masse anspricht. Mehr
Richtung Rock geht der zweite Titel "take a look at yourself", welcher
gut abgeht und viel Gitarrenarbeit enthält. Entspannt und träumerisch
ist die Ballade "feels like", die puristisch instrumentiert fast nur von
Linus' sehr emotionaler Stimme lebt. Die Lieder haben alle ordentliche
Groove und "leben".

Das die Musik die von Herrn Troy ist, merkt man schnell - da ist nichts
gekünstelt, alles "glaubwürdig". Textlich kann ich nichts weiter sagen;
die Lyriks liegen mir bisher leider nicht vor. Linus schreibt seine Lieder
selbst und spielt auch Gitarre, Baß und Keyboards allein. Produziert hat
das "Scheibchen" Martin Engler: Beide trafen sich 2002 in einem Cafe in
Los Angeles und merkten schnell, daß die Chemie zwischen ihnen stimmte.
Eine Zusammenarbeit stand war somit irgendwie vorprogrammiert...

Fazit: Eine musikalisch sehr gut gemachte und überzeugende Single. Wer
zeitlosen Modern-Rock mit Einflüssen à la Bryan Adams oder John Mayer
mag, sollte unbedingt in diese Maxi-Single reinhören. - Übrigens, sein
erstes volles Album ist für 2005 geplant!
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